Hamburg/Kuala Lumpur – In vielen Dörfern ragen nur noch die Dächer der Häuser aus den Wassermassen hervor und noch immer steigt der Wasserpegel stetig. Für die Menschen in Malaysia ist es die zweite große Flutkatastrophe innerhalb weniger Wochen: Bereits Ende Dezember traten wegen schwerer Regenfälle mehrere Flüsse über die Ufer und vertrieben die Menschen aus ihren Dörfern. 17 Menschen kamen ums Leben.
Nun sind die Menschen wieder auf der Flucht: Etwa 90.000 Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht, sagte ein Polizeisprecher. Die Menschen hatten gerade mit den ersten Aufräumarbeiten begonnen, als die heftigen Regenfälle erneut einsetzten. Seit Donnerstag regnet es nun ununterbrochen in der Region, Meteorologen konnten noch keine Entwarnung geben. Zahlreiche Straßen sind durch Erdrutsche verschüttet, viele Dörfer können nur noch mit Booten oder Hubschrauber erreicht werden. Berichte über Todesopfer gab es bisher nicht.
Premierminister Abdullah Ahmad Badawi erklärte, die Regierung würde den Notstand für Südmalaysia ausrufen, wenn sich die Flut noch verschlimmert. Am Montag will Badawi die Katastrophenregion besuchen. Die bisherigen Schäden beziffert die Regierung auf 22 Millionen Euro.
jkr/AP/dpa/AFP
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Panorama | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH