Galle/Sri Lanka - "Ich spiele jetzt seit sieben Jahren, aber so etwas ist niemals passiert", sagte der Hotelbesitzer Geoffrey Dobbs, "das hätte ich nicht erwartet." Während eines Spiel des jährlichen Elefantenpoloturniers in Sri Lanka warf der 18-jährige Bulle Abey plötzlich seine Reiterin ab und wütete auf dem Spielfeld.
Zwei Spieler mussten nach den Attacken im Krankenhaus behandelt werden, der Minibus einer der teilnehmenden Mannschaften wurde vollständig zerstört. "Ich spiele nie wieder", sagte die Amerikanerin Courtney Zenz, nachdem sie mit ansehen musste, wie ihre Teamkollegin vom knapp drei Meter hohen Rücken des Dickhäuters geschleudert wurde.
Die Zuschauer des Spiels flüchteten während des Amoklaufs vom Rande des Platzes - erst durch eine Beruhigungsspritze konnte Abey unter Kontrolle gebracht werden.
Elefanten werden in Sri Lanka traditionell für buddhistische Zeremonien und Feste gezähmt. Die Polo-Elefanten wurden unter 110 Tieren ausgesucht. Die restlichen 3500 bis 4000 Tiere Sri Lankas leben wild im Dschungel oder in Natur-Reservaten. Im vergangenen Jahr sind auf der Insel 150 Elefanten getötet worden. 50 Menschen kamen durch Angriffe der Dickhäuter ums Leben.
jto/Reuters
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