Vilnius - Polizisten der litauischen Kleinstadt Juodupe wollten routinemäßig einen häuslichen Todesfall protokollieren und bemerkten dabei, dass der 64-jährige Tote bereits fachmännisch vorbereitet war.
"Es wurden Skalpelle und anderes Gerät sowie ein Plastikbeutel mit Organen gefunden", sagte eine Sprecherin des Landkreises Rokiskis der Nachrichtenagentur dpa. Es gebe aber "keine Hinweise auf einen unnatürlichen Tod".
Wie die Zeitung "Lietuvos rytas" berichtet, hatte eine als gerichtsmedizinische Assistentin ausgebildete Nachbarin den Leichnam obduziert und die inneren Organen entfernt. Das Blatt verzichtete auf die Veröffentlichung von Fotos und zitiert die Nachbarin: "Ich wollte der Familie doch nur helfen, Geld zu sparen bei der Herrichtung des Leichnams."
In Litauen werden Tote für die Hinterbliebenen oft tagelang aufgebahrt. Wegen einer Gesetzeslücke hat der Fall vom vergangenen Wochenende für die Nachbarin keine juristischen Folgen.
jto/dpa
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Panorama | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH