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Schnee und Sturm Wintereinbruch legt Dänemark lahm

Gesperrte Autobahnen, blockierte Züge und Rettungswagen: Massiver Schneefall und stürmische Winde legen Dänemark lahm. Auch auf Rügen und Usedom behindert Schnee den Verkehr.

Kopenhagen/Rügen - Wegen Schneeverwehungen sperrte die dänische Polizei mehrere Autobahnen. Hunderte Autofahrer steckten im Verkehr fest und müssten sich deshalb auf sehr lange Wartezeiten einrichten, hieß es. Der Schneefall war angeblich so heftig, dass selbst die Rettungsdienste nicht mehr mit ihren normalen Krankenwagen und Bergungsfahrzeugen ausrücken konnten.

Ein Auto im Schnee zwischen Aalborg und Hadsund: Der Schnee legte Dänemark lahm
AFP/ SCANPIX

Ein Auto im Schnee zwischen Aalborg und Hadsund: Der Schnee legte Dänemark lahm

Vor allem im Gebiet um Kopenhagen wurden die Menschen über Rundfunk und Fernsehen dazu aufgefordert, zu Hause zu bleiben.

Auf dem Kopenhagener Flugplatz Kastrup konnte immerhin eine Landebahn vom Schnee geräumt werden.

Nicht nur in Dänemark legte der Winter den Verkehr lahm. Auch im südlichen Teil Schwedens kam der Verkehr zum Erliegen; die schwedische Bahngesellschaft SJ stellte in der vergangenen Nacht ihren Betrieb komplett ein.

Blechschäden bei Unfällen auf Rügen

Auch im äußersten Nordosten Deutschlands ist der Winter zurückgekehrt. Seit gestern Abend behindern Schnee und Eisglätte vor allem auf den Inseln Rügen und Usedom den Verkehr. Über Nacht hat sich am Kap Arkona auf Rügen eine geschlossene Schneedecke gebildet. Wegen des kräftigen Ostwindes der Stärke 6 behinderten stellenweise Schneewehen von bis zu 30 Zentimetern die Fahrt auf Nebenstraßen, sagte Putgartens Bürgermeister Ernst Heinemann.

Nach Angaben der Polizei kam es auf dem Rügendamm und andernorts zu vereinzelten Unfällen mit Blechschäden. Auf Rügen musste ein geplanter Schwerlasttransport, der von der Polizei begleitet werden sollte, ausgesetzt werden. Lkw-Fahrern, die heute Nacht mit Fähren in Saßnitz ankamen, wurde empfohlen, mit der Weiterfahrt zu warten.

Dennoch muss Deutschland nicht mit einem erneuten Wintereinbruch rechnen: Nach Angaben von Meteorologen geht der Schnee in Küstennähe im Tagesverlauf in Nässe über. "Im Nordosten, in Mecklenburg-Vorpommern kann es noch ein paar Flocken geben, momentan gibt es dort aber Sprühregen", sagte die diensthabende Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Dorothea Paetzold, SPIEGEL ONLINE.

Wegen der Windrichtungen wird es hierzulande nicht so kalt wie in Dänemark. Auf Rügen herrsche zwar immer noch Ostwind, der Kälte mitbringt, im Rest des Landes jedoch wehe wärmerer Wind aus Süd bis West. "Deswegen wird es eher Regen als Schnee geben", so Paetzold.

fba/dpa

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