Hamburg - "Das Treffen heute war sehr erfolgreich. Wir alle waren uns einig, dass das Wichtigste in diesem Fall das Wohlergehen des Jungen sein sollte", heißt es in einer Stellungsnahme der Gesundheitsbehörde von North Tyneside. "Unsere Hoffnung und unser Ziel ist, dass wir dem Kind ermöglichen können, weiterhin bei seiner Familie zu leben." Man habe sich mit der Mutter des Jungen auf Wege einigen können, um "sein Wohlergehen zu fördern und zu schützen".
Die Behörde hatte das Treffen anberaumt, da alle Versuche, den Jungen auf Diät zu setzen, gescheitert waren. Connors Familie hatte die Zusammenarbeit mit den Behörden verweigert und wiederholt Termine mit Beratern und Sozialarbeitern verstreichen lassen.
Die 35-jährige allein erziehende Mutter wehrte sich vor der Anhörung gegen die Vorwürfe und nannte sie "widerlich". Sie hoffe, dass ihr der Junge nicht weggenommen werde. Die Einweisung sei "das Schlimmste, was man ihrem Sohn antun könne". Sie liebe ihren Sohn, versorge ihn gut. Nur gegen den ungezügelten Appetit ihres Jungen, der weder Obst noch Gemüse mag, sei sie machtlos. So machtlos, dass Connor inzwischen das Dreifache seiner Altersgenossen wiegt.
Die Behörden sorgen sich um die Gesundheit des Achtjährigen, der beispielsweise schon auf dem Weg zur Schule in Atemnot gerate, berichtete die Zeitung "Daily Telegraph". Auch Waschen und Anziehen bereiteten ihm Probleme. Mediziner warnen vor Diabetes und Herzkrankheiten, wenn Connor nicht von seinem "krankhaften Übergewicht" befreit wird.
han/Reuters/dpa
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