Yogyakarta - Ersten Angaben zufolge war das Flugzeug beim Landeanflug auf Yogyakarta zu schnell unterwegs. Vor der Landung habe die Maschine intakt gewirkt, hieß es. Die Behörden gehen von einem Unfall aus. Die Ermittler sollen aber dennoch Gerüchten über einen Sabotageakt nachgehen, sagte ein Kabinettssprecher in Jakarta. Die Angaben über die Anzahl der Todesopfer gehen auseinander. Während ein Behördensprecher sagte, es seien 49 Menschen gestorben, hieß es von der betroffenen Fluggesellschaft, es gebe nur 22 Tote. Es handele sich um 21 Passagiere und ein Crew-Mitglied.
Die Boeing 737-400 mit 133 Passagieren und sieben Crew-Mitgliedern an Bord geriet offenbar unmittelbar vor der Landung in Yogyakarta auf Java in Schwierigkeiten. Überlebende berichteten von Explosionen und Rauch an Bord. Die Maschine setzte hart auf und schlitterte über die Landebahn hinaus, ehe sie in einem Reisefeld zum Stehen kam und in Flammen aufging. Wegen der Hitze konnte die Feuerwehr den ausgebrannten Rumpf stundenlang nicht betreten.
"Das Flugzeug ist ausgebrannt", sagte ein Überlebender dem örtlichen Radiosender Elshina. "Das Feuer ist mit einem Mal vom Vorderrad gekommen." Eine Frau sagte dem Radio, sie habe sich in Panik aus der Maschine retten können, hinter ihr seien aber noch viele Menschen im Flugzeugrumpf gewesen. Sie wisse nicht, ob sie sich auch noch retten konnten.
Bei der Unglücksmaschine handelte es sich um einen Flieger der staatlichen Gesellschaft Garuda, der aus Jakarta kam. Dutzende Passagiere wurden verletzt, etliche von ihnen wurden in Krankenhäuser gebracht. Helfer hätten bisher mindestens 93 Menschen aus dem ausgebrannten Flugzeug geborgen, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Das Unternehmen wisse aber noch nicht, "ob sie überlebt haben oder tot sind".
Nach Angaben der australischen Behörden befanden sich an Bord der Maschine zahlreiche australische Diplomaten, Regierungsvertreter und Journalisten. Sie alle hätten Außenminister Alexander Downer auf seiner Indonesien-Reise begleitet. Der Politiker selbst habe sich aber nicht in der Maschine befunden. Australiens Ministerpräsident John Howard sagte zu dem Unfall, es habe offenbar einen "bedeutenden Verlust an Leben" gegeben.
In Indonesien hat es in den vergangenen Monaten eine ganze Reihe von Unglücken gegeben. Im Januar verschwand etwa ein Flugzeug mit mehr als hundert Menschen an Bord. Im Dezember sank eine Fähre, dabei kamen Hunderte Menschen ums Leben.
hen/ffr/AP/AFP/Reuters/dpa
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