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23.03.2007
 

Tierschutz

Sternekoch verzichtet auf Gänseleber

Hollywoods Stars müssen demnächst bei Galadinners auf die beliebte Stopfleber "Foie Gras" verzichten. Der Sternekoch Wolfgang Puck, der unter anderem bei der Oscar-Verleihung das Abendessen kreiert, will die Delikatesse von seiner Speisekarte verbannen. Für Kritiker eine reine PR-Aktion.

Los Angeles - Der gebürtige Österreicher gab gestern in Los Angeles bekannt, dass er die Gänseleber aus der Speisekarte seiner 14 Restaurants, darunter das berühmte Spago, und aus seinem Catering-Angebot streichen will. Enten und Gänse würden für die als Delikatesse gehandelte "Foie Gras" mit Gewalt gestopft, erklärte Puck.

Starkoch Puck: Bei ihm gibt es keine Stopfleber mehr
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REUTERS

Starkoch Puck: Bei ihm gibt es keine Stopfleber mehr

Gemeinsam mit der Tierschutzorganisation "Humane Society" kündigte der Chef-Koch zudem weitere Tier- und umweltfreundliche Veränderungen in seiner Küche an. Künftig sollen in seinen Speisen nur noch Produkte aus dem organisch-biologischen Anbau verwendet werden, etwa Eier von freilaufenden Hühnern und Fleisch von Schweinen und Kälbern, die nicht in engen Ställen gehalten werden.

Wie die "Los Angeles Times" berichtet, vermuten Kritiker, dass Puck mit seiner Ankündigung nur eine Marketing-Offensive für das 25-jährige Jubiläum seines Restaurants Spago starten will. Seit drei Jahren schon protestieren Tierschützer gegen die nicht tiergerechte Verwendung von Lebensmitteln durch den Sternekoch.

Puck bestätigte die PR-Aktion für sein Restaurant, sagte aber auch er wolle ein klares Statement gegen die nicht artgerechte Haltung von Tieren machen. "Wir müssen klar Stellung beziehen, um die Leute wissen zu lassen, an was wir glauben."

Die Tierschützer kritisieren, dass Puck die tiergerechte Verwendung nicht gänzlich umsetzt. Seine Küchenchefs würden auch weiterhin Hummer töten, indem sie diese in lebendigem Zustand in zwei Hälften schneiden, statt sie zu betäuben. Auch russischer Kaviar, der bei Tierschützern auf einer "Vermeidungsliste" steht, werde weiterhin in Pucks Restaurants serviert.

jus/dpa/afp

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