Braunschweig - Der entsprechende Impuls für den Start der Sommerzeit wurde von der Atomuhr in Mainflingen bei Frankfurt am Main über Funk ausgestrahlt. Die Uhr wird von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig (PTB) programmiert. Von dort aus wird ein Signal gesendet, das Funkuhren in ganz Europa steuert. Seit die Sommerzeit vor 27 Jahren eingeführt wurde, ging dabei immer alles glatt. "Die Umstellung ist für uns längst Routine, es hat noch nie eine Panne gegeben", sagte Jens Simon von der PTB. Am letzten Sonntag im Oktober
werden die Zeiger dann wieder zurückgedreht.
Auch die Leitstände von Kraft- und Umspannwerken, Anlagen der Flugsicherung, rund 50.000 Verkehrsampeln, TV-Sender und die Bahn AG verlassen sich auf das sogenannte Zeittelegramm des PTB-Senders. Ob mit der Sommerzeit - wie ursprünglich beabsichtigt - tatsächlich Energie gespart wird, ist bei Experten umstritten.
Eingeführt wurde die Sommerzeit auf der Grundlage des Zeitgesetzes von 1978, das die Bundesregierung "ermächtigt, zur besseren Ausnutzung der Tageshelligkeit und zur Angleichung der Zeitzählung an diejenige benachbarter Staaten" die Uhren umzustellen. Ganz neu war der Idee aber nicht. Schon von 1916 bis 1918 und 1940 bis 1949 wurde an der Uhr gedreht. 1947 gab es sogar eine Hochsommerzeit, bei der die Uhren gleich zwei Stunden vorgestellt wurden.
kai/dpa
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