Hamburg - Das US-Magazin "People" bezeichnete "cute Knut" als das "niedlichste lebende Tier der Welt", die "Vanity Fair" widmete dem weißen Tierchen gleich den Titel, Zeitungen aus aller Welt berichten über das Berliner Eisbärenkind, das von seiner Mutter verstoßen wurde und vom Tierpfleger aufgezogen werden muss.
Selbst Kanzlerin Angela Merkel sah sich verpflichtet, öffentlich einzugestehen, sie schaue sich gerne Fotos des Eisbär-Jungen an.
Knut ist der Renner, eine Marke, ein Star, ein Held, alle wollen Knut sehen. Der Besucheransturm auf den Berliner Zoo war riesig. Als Knut vor ein paar Tagen Zahnschmerzen bekam, litten viele Menschen mit. Inzwischen sei das Interesse an Knut aber im Vergleich zu den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen, sagte Bärenpfleger Heiner Klös.
Jetzt hofft auch der Brookfield-Zoo in Chicago auf mehr Besucher: Gestern hat der amerikanische Tierpark sein eigenes Eisbärenbaby vorgestellt. Der Kleine durfte erstmals in der Öffentlichkeit herumtollen, im Gegensatz zu Knut allerdings gemeinsam mit seiner Mutter, die ihn nicht verstoßen hat.
Gestern ahmte der Kleine seine Mutter nach und tauchte seinen Kopf erstmals unter Wasser, berichtet die "Chicago Sun-Times".
"Ich denke, unser Bär ist süßer als Knut", sagte Zoo-Sprecherin Sondra Katzen. Knut sei zwar etwas weißer und flauschiger, aber der Grund dafür sei, dass der Berliner Bär von Menschenhand gepflegt werde. Der inzwischen vier Monate alte Bär aus Brookfield sei dagegen von seiner Mutter großgezogen worden und sehe daher natürlicher aus. Die Sprecherin sagte, noch habe ihr Bär keinen Namen.
kaz
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