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    Flammenhölle in Griechenland: Feuer außer Kontrolle - antikes Olympia in Gefahr



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Flammenhölle in Griechenland Feuer außer Kontrolle - antikes Olympia in Gefahr

2. Teil: Mehrere mutmaßliche Brandstifter festgenommen

Denn nicht nur auf dem Peloponnes brennt es. Auch auf der Insel Euböa und bei Lagonissi südöstlich Athens wüteten am Sonntag die Flammen. Bei Lamia nördlich der Hauptstadt legte ein Waldbrand den Zugverkehr auf der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung des Landes lahm. Auch in Nordgriechenland loderten Dutzende Feuer. "Wir erleben eine für Griechenland beispiellose Katastrophe", sagte Nikos Diamantis, der Sprecher der Feuerwehr.

Inzwischen mehren sich die Hinweise, dass Brandstifter am Werk sind. "So viele Brände zur gleichen Zeit an so vielen Stellen, das kann kein Zufall sein", hatte Ministerpräsident Kostas Karamanlis bereits am Samstag gemutmaßt. Ein 65-jähriger Mann wurde in Areopolis auf dem Peloponnes unter dem Verdacht festgenommen, ein Feuer gelegt zu haben, in dem sechs Menschen umkamen. Ihm werde Brandstiftung und Mord vorgeworfen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Im Norden wurden in Kavala zwei Jugendliche als mutmaßliche Brandstifter verhaftet, auf der Insel Euböa wurden vier Personen unter dem Vorwurf festgenommen, fahrlässig Brände ausgelöst zu haben. Die griechische Regierung hat Belohnungen zwischen 100.000 und einer Million Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Festnahme von Brandstiftern führen

In einem abgebrannten Waldstück bei Athen wurden mehrere kleine Propangasbehälter und ein zur Zündvorrichtung umgebautes Handy gefunden. Bei der Athener Feuerwehr gingen am Samstag innerhalb von fünf Minuten zehn Fehlalarme ein, mit denen offenbar Löschzüge mobilisiert und in die Irre geführt werden sollten. Dann brachen am Ostrand der Stadt am Berg Hymettus mehrere Brände fast gleichzeitig aus. Jetzt prüft die Polizei ein Amateurvideo, auf dem zwei Gestalten in der Nähe der Brandherde zu sehen sind. Auch auf dem Peloponnes fanden die Feuerwehren Indizien für Brandstiftung.

Sind es Grundstücksspekulanten, die da zündeln? Oder Hirten, die ihren Herden frische Weiden verschaffen möchten? Gehen die Brände auf Unachtsamkeit zurück? Oder sind, nur drei Wochen vor der Parlamentswahl in Griechenland, politische Motive im Spiel? Auf diese Fragen gibt es bisher keine schlüssigen Antworten. Aber in den Brandgebieten ermitteln jetzt auch Agenten des griechischen Geheimdienstes EYP und Beamte der Anti-Terror-Einheit der Polizei.

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