Rotthalmünster - 300 Gramm der explosiven Mischung fand die Polizei am Wohnsitz des Teenagers im niederbayerischen Rotthalmünster. Auf den Sprengstoff stießen die Beamten bei Ermittlungen wegen Schmierereien verbotener Nazizeichen.
Einer der beiden tatverdächtigen 13-Jährigen verriet der Polizei, sein Mitschüler habe zu Hause Sprengstoff mit der Bezeichnung HMTD (Hexamethylentriperoxiddiamin) hergestellt. Er wolle testen, ob er damit einen Laternenmast sprengen könne.
Der Junge befindet sich derzeit im Urlaub auf Gran Canaria. In einem Telefonat habe er die Herstellung des Sprengstoffes zugegeben, so ein Polizeisprecher. Die Anleitung dafür hatte er sich vermutlich aus dem Internet heruntergeladen.
Um den Sprengstoff im Garten des Wohnsitzes des Jungen unschädlich zu machen, mussten zehn umliegende Wohnhäuser für etwa eine Stunde geräumt werden. Ein Transport des Sprengstoffes, dessen Substanzen in Apotheken frei erhältlich sind, sei zu gefährlich gewesen.
pad/ddp
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