Die erste Herztransplantation beim Menschen gelang dem Chirurgen Christiaan Barnard am 3. Dezember 1967 in Kapstadt in Südafrika. Barnard pflanzte dem Patienten Louis Washkansky in einer fünfstündigen Operation das Herz des bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückten Denise Darvall ein. Washkansky überlebte die Operation, allerdings nur 18 Tage. Er starb am 21. Dezember 1967 an einer Lungenentzündung.
Christiaan Barnard, Pionier der Herzchirurgie: Helfen, lindern, heilen
Ich selbst bin mit einem Loch in der Herzscheidewand auf die Welt gekommen, einem Vorhofseptumdefekt. Diagnostiziert wurde der angeborene Herzfehler, als ich 21 Jahre alt war. Die Ärzte der Universitätsklinik Tübingen sagten mir damals, wenn ich mich nicht operieren ließe, stürbe ich wahrscheinlich noch vor meinem 30. Geburtstag. Logisch, ich gab mich dem Skalpell hin.
Wäre ich nur ein oder zwei Jahrzehnte früher auf die Welt gekommen, hätten die Mediziner das Loch entweder gar nicht entdeckt oder es nicht operieren können. Beides wäre für mich mit absoluter Sicherheit tödlich geendet.
Würde ich hingegen heute geboren, wäre zu erwarten, dass Kardiologen das Loch in meiner Herzscheidewand viel früher diagnostizieren und mich bereits als kleines Kind operieren würden. Dadurch wäre die OP einfacher, der Heilungsverlauf günstiger, und mein Herz anschließend womöglich ganz gesund.
Ich verdanke mein Leben der modernen Medizin
Tatsächlich ist mein Herz hingegen geschädigt, unter anderem, weil es 21 Jahre mit einem Loch zwischen der linken und rechten Vorkammer schlagen musste. Ich verdanke mein Leben der modernen Medizin - und bin dafür dankbar.
Ich ziehe meinen Hut vor Menschen wie Christiaan Barnard und Louis Washkansky, die beide - auf unterschiedliche Weise - sehr mutig waren. Besondere Verwegenheit legte Werner Forßmann an den Tag, der als Erfinder des Herzkatheters bezeichnet werden kann. Der Mediziner schob 1929 sich selbst und damit erstmalig bei einem Menschen einen Gummischlauch von der Armvene bis zur rechten Herzkammer vor. Im Jahr 1956 erhielt Forßmann für den spektakulären Selbstversuch den Nobelpreis für Medizin. Es soll jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass Werner Forßmann allem Anschein nach ein überzeugter Nazi war: Er trat bereits 1932 der NSDAP bei, später auch der SA und dem NS-Ärztebund.
Die Medizin kann nicht jeden Menschen gesund machen und schlussendlich niemanden vor dem Tod retten - Gott, bewahre! Die Medizin kann aber helfen, lindern, heilen. Sie kann das Leben menschlicher machen. Und deshalb muss die Forschung immer weiter voranschreiten.
Für mich persönlich hoffe ich, dass die sogenannte Ablationstechnik am Herzen weiter entwickelt wird. Dabei führen Ärzte, meist von den Leisten aus, Katheter in die Herzkammern und zerstören dort mit Hochfrequenzstrom Gewebe. Damit soll verhindert werden, dass Herzrhythmusstörungen überhaupt entstehen. Das funktioniert heute schon, wurde bei mir auch schon gemacht, hat nur leider nicht geholfen.
Ein neues Herz, gezüchtet aus meinen eigenen Zellen
Viel wird zurzeit über die Stammzellenforschung, auch die mit embryonalen Stammzellen, diskutiert. Ob es einmal möglich sein wird, etwa Organe nachwachsen zu lassen, weiß niemand. Aber versuchen muss man es. Denn eines der größten Probleme bei Organtransplantationen ist bis heute die Abstoßungsreaktion des Körpers gegenüber fremdem Gewebe. Louis Washkanskys tödliche Lungenentzündung nach der ersten Herztransplantation war die Folge einer solchen Abstoßungsreaktion.
Sollte ich einmal ein neues Herz benötigen, was ich mir nicht wünsche, wäre das Beste, ich bekäme ein neues eigenes Herz, gezüchtet in einem Labor, aus meinen eigenen Zellen, mit meinen eigenen Genen. Sozusagen ein Original-Ersatzteil, Werksgarantie inklusive.
Lieber Leser, Sie behaupten, das wird es nie geben? Täuschen Sie sich nicht. Hätten Sie vor 100 Jahren jemandem erklärt, dass man einem Menschen den Brustkorb aufsägt, sein Herz aufschneidet, seine fehlerhafte Herzscheidewand flickt und den armen Tropf anschließend wieder zusammennäht, hätte man Sie wohl für verrückt erklärt. Hätten Sie zudem darauf bestanden, dass das Herz des Patienten bei diesem Abenteuer rund 20 Minuten gar nicht geschlagen hat, Sie wären Gefahr gelaufen, augenblicklich weggesperrt zu werden.
Bei mir hat man genau all das gemacht - und nur deshalb lebe ich noch, seit über zwei Jahrzehnten gut und glücklich. Ein Hoch auf den medizinischen Fortschritt!
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Wovon reden Sie denn? Ich wurde noch nie "so bearbeitet". Ich wurde informiert über den jeweiligen Stand der Wissenschaft. Welche Schlüsse ich daraus gezogen habe ist immer meine Entscheidung geblieben. Zum [...] mehr...
werden die Frauen so bearbeitet, daß sie es machen sollen sonst wird das Schlimmste eintreffen????? mehr...
Nein, ich tue nicht so, ich habe es nur für mich entschieden. Ich würde daher auch nicht für meine Tochter sprechen wollen. MfG mehr...
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Ich habe davon keine Ahnung. Deshalb meine Frage: Wenn durch die Thermographie ein eventuell bösartiger Tumor festgestellt werden kann, wird doch sowieso eine Biopsie durchgeführt, um dies herauszufinden? Dann kann ich doch [...] mehr...
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