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Türkei Hunderte Verletzte bei schwerem Erdbeben

Ein schweres Nachbeben hat die Menschen im Nordwesten der Türkei erneut in Panik versetzt. Es soll eine Stärke von mindestens 6,5 auf der Richterskala gehabt haben. Dabei soll es nach Agenturmeldungen mehrere hundert Verletzte gegeben haben. Viele Häuser seien eingestürzt, die Krankenhäuser überfüllt, heißt es in ersten Berichten.

Istanbul - Wie der private türkische Fernsehsender NTV berichtete, hatte das Beben nach Angaben türkischer Seismologen eine Stärke von 6,5 auf der Richterskala. Nach Angaben der Erdbebenwarte im französischen Straßburg hatte das Beben dagegen eine Stärke von 7,3 auf der Richterskala. Die US-Erdbebenwarte in Golden (Bundesstaat Colorado) meldete eine Stärke von 7,2. Das Epizentrum habe in der Nähe der Stadt Düzce rund 170 Kilometer östlich von Istanbul gelegen. "Das war kein Nachbeben", sagte der Istanbuler Erdbeben-Experte Ahmet Mete Isikara.

In Istanbul und Ankara schwankten Gebäude, als ob sie aus Gummi gebaut wären. In Düzce stürzten Häuser zusammen. In der Stadt mussten die Verletzten im Garten des Krankenhauses behandelt werden, da das Gebäude überfüllt war. In dem nahen Ort Bolu gab es Explosionen, Feuer brachen aus, wie der Polizeichef berichtete. Die Straße nach Istanbul sei beschädigt worden. Er bat um dringende medizinische Hilfe. Es ist noch nicht klar, ob bei dem Beben Menschen ums Leben gekommen sind. In vielen Gegenden sind die Telefon-Leitungen zusammen gebrochen. Die Menschen sind Berichten zufolge in Panik.

Das Beben ereignete sich um 18.57 Uhr (Ortszeit) und war unter anderem in der Millionen-Metropole Istanbul, Ankara und Izmir zu spüren. In Ankara dauerte das Beben 30 Sekunden lang. Nach dem Hauptbeben seien fünf Nachbeben mit Stärken über 5 registriert worden. Die Auswirkungen des Bebens waren auch im Osten Griechenlands zu spüren. Es habe dort allerdings keine Schäden gegeben, hieß es in Berichten.

Bei dem verheerenden Erdbeben am 17. August waren in der Türkei mehr als 17.000 Menschen ums Leben gekommen. Erst am Donnerstag hatte es ein Nachbeben der Stärke 5,7 gegeben. Dabei waren zwei Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden.

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