Berlin - Der Neunjährige besucht die Ludwig-Cauer-Grundschule im Stadtteil Charlottenburg. Am Montag kam es zum Eklat, berichtet der "Tagesspiegel" heute. Der türkischstämmige Drittklässler habe "den Unterricht massiv gestört und Lehrer sowie Mitschüler zunächst provoziert und beleidigt", sagte der Direktor der Schule, Manfred Kammerer, dem Blatt. Als der Mathematiklehrer einschritt, habe der Junge ihn geohrfeigt. Nachdem der Neunjährige zur Schulstation gebracht worden war, habe er noch den Sozialarbeiter und eine Sportlehrerin geschlagen.
"So etwas habe ich in 39 Dienstjahren noch nicht erlebt", sagte der Direktor. "Wir haben den Jungen für zwei Wochen aus dem Unterricht genommen, auch um Lehrer und Mitschüler zu schützen", fügte Kammerer hinzu. Nun werde beraten, was mit ihm passieren wird. Ein Schulpsychologe sei bereits konsultiert worden; Jugendamt und die Schulverwaltung seien ebenfalls informiert.
Der Junge sei schon seit der Einschulung auffällig, heißt es weiter in dem Bericht. Die Betreuung durch einen Sozialarbeiter blieb bislang erfolglos - offenbar auch, weil die Familie des Kindes bisher nicht sehr kooperativ gewesen sei.
Im vergangenen Jahr wurden der Schulverwaltung den Angaben zufolge 628 Gewaltvorfälle an Grundschulen gemeldet.
ler/ddp
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