Nürnberg - Der Zoo von Nürnberg schien ein Kuschelparadies zu sein - der Tierpark ist schließlich Heimat der kleinen Eisbärin Flocke, des neuen Medien-, und Publikumslieblings. Jetzt der Schock: Bereits am Montagmorgen wurden im Zoo zwei sogenannte "Kleine Pandabären" oder Katzenbären tot aufgefunden.
Beide Tiere hatten eine geöffnete Bauchdecke, teilte die Stadt mit. Die Verletzungen seien vermutlich durch einen spitzen Gegenstand hervorgerufen worden. Einer der Pandabären lag im Freigehege, der andere im Stall. Die Verletzungen der beiden Pandas seien nahezu identisch, hieß es in der Mitteilung. Laut einer Untersuchung durch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit handelte es sich nicht um Schnittwunden durch ein Messer.
Die beiden Bären kamen vor zehn Jahren aus China in den Tiergarten Nürnberg und teilten sich seitdem das Gehege mit drei kleinen Hirschen der Gattung Muntjak. Eine Verletzung durch die Muntjaks, die über scharfe, verlängerte Eckzähne verfügen, könne aber weitgehend ausgeschlossen werden, da diese bereits seit 1998 mit den Waschbären-ähnlichen kleinen Pandas zusammenleben und sich gegenseitig regelmäßig in ihren Stallungen besucht haben.
Aufgrund des unklaren Hergangs wurde die Kriminalpolizei eingeschaltet und nahm die Ermittlungen auf. Auch die Staatsanwaltschaft wurde informiert. Der Tiergarten wandte sich zudem an der Europäische Erhaltungszuchtprogramm und bat um Ersatz für die toten Bären.
Die Sorge um die Sicherheit von Eisbärenbaby Flocke hat die Stadt zu zerstreuen versucht. "Sie ist sehr geschützt in einem Gebäude untergebracht. Außerdem ist Tag und Nacht ein Pfleger bei ihr", sagte Pressesprecherin Alexandra Foghammar.
pad/dpa/AP
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