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13.04.2008
 

Ungewöhnliche Hitzewelle

Griechenland schwitzt und staubt

Dichter Staub aus der Sahara und für die Jahreszeit ungewöhnlich warme Temperaturen um die 30 Grad Celsius machen den Menschen im Südosten Europas zu schaffen. Auf Kreta herrschen derzeit 34 Grad. Und es bleibt erst einmal heiß.

Athen - Griechenland schwitzt unter Hitze und Sahara-Staub: Starke Südwestwinde haben riesige Wolken feinen Sandes aus Afrika über dem Südosten des europäischen Kontinents verteilt. Zudem erreichte das Thermometer am Sonntag die 34 Grad Celsius auf Kreta und auf 32 Grad in Nordgriechenland. Die Gesundheitsbehörden rieten, ältere Menschen und Kinder sollten sich nicht zu lange im Freien aufhalten. Das Phänomen werde in den kommenden Tagen andauern, berichtete der staatliche Rundfunk weiter.

Sahara-Staubwolke auf Wanderschaft: Griechenland ächzt unter Hitze und Staub
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NASA

Sahara-Staubwolke auf Wanderschaft: Griechenland ächzt unter Hitze und Staub

Mit ihren neun Millionen Quadratkilometern Größe ist die Sahara eine nahezu unerschöpfliche Staubquelle. Sie ist außerdem ein idealer Nährboden für Stürme: Wenn im Laufe des Tages die Temperaturen in der Wüste steigen, wird die Luft am Boden unruhig und lässt Staub und Sand Hunderte bis sogar Tausende Meter hoch in die Luft aufwirbeln.

Der Sahara-Staub wandert nicht nur über die Mittelmeer-Region, sondern noch viel weiter - bis zum Atlantik. Er ist Fluch und Segen zugleich: Während er im Mittelmeer eine wichtige Mineralienquelle darstellt, führt er im Ozean zu starker Düngung von Phytoplankton. Es entstehen lokale Algenblüten durch explosionsartige Vermehrung und anschließendes Absterben der Kleinstlebewesen. Wo eine Algenblüte stattgefunden hat, hinterlässt sie eine Todeszone, weil das Phytoplankton den gesamten Sauerstoff des Wassers verbraucht hat. Jeder Meeresbewohner, der sich in diese Todeszone verirrt, erstickt dort.

lub/dpa

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