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28.05.2008
 

Tod durch Schnüffeln

Schüler inhaliert Deospray und stirbt

Ein Junge aus Niedersachsen hat sich vermutlich zu Tode geschnüffelt - mit einem Deospray. Die Eltern fanden den 13-Jährigen leblos neben einer leeren Spraydose in seinem Zimmer. Offenbar wollte sich der Schüler mit dem Deodorant berauschen.

Cuxhaven - Ein 13-jähriger Schüler aus dem niedersächsischen Hemmoor ist nach dem Einatmen von Deospray gestorben. Seine Eltern hätten den Jungen am Dienstagabend leblos in seinem Zimmer gefunden, teilte die Polizei in Cuxhaven am Mittwoch mit. Neben ihm habe eine Dose Deospray gelegen.

Offenbar habe sich der Schüler durch Einatmen des Sprays berauschen wollen und sei dabei zu Tode gekommen. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 13-Jährigen feststellen. Die Staatsanwalt Stade ordnete eine Obduktion des Leichnams an.

Allein in den vergangenen zwei Jahren gab es nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) drei Fälle in Niedersachsen, bei denen Jugendliche starben, weil sie giftige Klebstoff-, Feuerzeug- oder Deospraygase eingeatmet hatten. Da das sogenannte Schnüffeln nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, fehlt allerdings eine exakte Statistik. Durch Schnüffeln kann es zu Vergiftungen, Atemlähmungen, Hirnschädigungen, lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen und Kreislaufzusammenbrüchen kommen.

amz/ddp/AP

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