Tokio - Sie hätte es sich verkneifen sollen, die Dusche zu benutzen und sich aus dem Kühlschrank zu bedienen: Erst dadurch soll der Bewohner misstrauisch geworden sein und Überwachungskameras installiert haben. Als er die unliebsame WG-Partnerin auf den Videoaufzeichnungen bemerkte, alarmierte er die Polizei, die die 58-Jährige wegen Hausfriedensbruchs festnahm.
"Sie war gepflegt und sauber", erklärte Polizeisprecher Hiroki Itakura in Kasuya im Süden Japans. Zuerst habe der Bewohner geglaubt, es handle sich bei der Gestalt um einen Einbrecher. Doch die Polizei fand keine Einbruchspuren. "Wir haben das ganze Haus durchsucht, auch alle möglichen Verstecke", sagte Itakura.
Dann öffneten die Beamten die oberste Schiebetür des Kleiderschranks: "Da war sie". Sie lag nervös auf der kleinen Matratze, die sie sich in ihr vorübergehendes Domizil mitgebracht hatte. Nach eigenen Angaben ist die Frau vor rund einem Jahr in die Wohnung eingedrungen. Die Tür sei unverschlossen gewesen, sagte sie.
jjc/AP
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