Los Angeles - Das Feuer brach nach Angaben eines Sprechers der Rettungskräfte kurz vor Anbruch der Dämmerung am Sonntag in den Universal Studios in Hollywood aus. Die Ursache ist noch unklar. Ein Helfer wurde bei den Löscharbeiten verletzt. Die Feuerwehr ging mit zahlreichen Löschzügen und Hubschraubern gegen die Flammen vor, rund 200 Helfer sind im Einsatz. Das Feuer ist inzwischen zwar unter Kontrolle, aber noch längst nicht gelöscht.
Laut dem US-Fernsehsender CNN wüten die bis zu 30 Meter Flammen in mehreren Gebäuden der Studios in Los Angeles, ein Haus und drei Blocks hölzerner Kulissen sind bereits abgebrannt. Zerstört wurden unter anderem Nachbauten von Straßen in New York und New England sowie eine Ausstellung zu dem Film "King Kong". Die riesige Affenattrappe sei ein Raub der Flammen geworden, sagte ein Sprecher. Es habe auch eine Explosion gegeben, hieß es. Im Fernsehen sind schwarze Rauchsäulen über dem Gelände zu sehen.
Universal City liegt knapp 15 Kilometer nordwestlich des Zentrums von Los Angeles. In den Studios, die zu den berühmtesten und ältesten der Stadt gehören, wurden zu Anfang des vorigen Jahrhunderts Stummfilme gedreht, Heute entstehen hier Fernseh- und Filmproduktionen. Die Universal Studios werden von dem Unternehmen NBC Universal betrieben, das zum US-Mischkonzern General Electric gehört.
Ein Universal-Sprecher sagte, der Themenpark auf dem 100 Hektar großen Gelände werde geöffnet bleiben, die Filmstudios allerdings sind gesperrt. Bekannte Attraktionen auf dem Studiogelände sind die Rathausuhr aus dem Film "Zurück in die Zukunft" und das Gruselhaus aus dem Thriller "Psycho". Durch den Brand sind vermutlich Kosten in Millionen-Höhe entstanden.
1990 brannten die Studios schon einmal, damals hatte ein Brandstifter das Feuer gelegt. Der Schaden lag bei 50 Millionen Dollar.
ffr/AP/Reuters/dpa/AFP
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Panorama | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH