Garmisch-Partenkirchen - Grund für die Ermittlungen: Der Wettersturz, bei dem die beiden Läufer getötet und zahlreiche andere verletzt wurden, sei vorhersehbar gewesen. Daher könne es sein, dass der Veranstalter Peter Krinninger eine Mitverantwortung an Tod und Verletzungen trage, teilte ein Sprecher der Behörde mit.
Polizei und Staatsanwaltschaft hatten in den vergangenen Tagen Wetterdaten ausgewertet und Zeugen vernommen, darunter Krinninger. Mehrere Berglaufexperten und Teilnehmer des Rennens hatten schwere Vorwürfe gegen den Organisator erhoben. Wegen der Wetterlage hätte das Rennen absagt oder vorzeitig abgebrochen werden müssen, kritisierten sie. Außerdem sei das Krisenmanagement schlecht gewesen. Krinninger wies die Anschuldigungen zurück.
Die rund 600 Teilnehmer des Berglaufs waren am Sonntagvormittag auf die rund 16 Kilometer lange Strecke über 2100 Höhenmeter gegangen. Viele waren nur mit kurzen Hosen und T-Shirts bekleidet. Im Laufe des Tages kam es bei böigem Wind zu Schneeregen und Neuschnee von bis zu zehn Zentimetern.
Die Temperaturen fielen teils auf minus zwei Grad. Ein 41-Jähriger aus Witten in Nordrhein-Westfalen und ein 45-Jähriger aus Ellwangen in Baden-Württemberg starben kurz vor dem Ziel an Unterkühlung.
Läufer Michael Strackerjan sagte SPIEGEL ONLINE, bereits beim Start habe der Veranstalter vor dem Wetter gewarnt und mehrmals wiederholt, man möge mit Regenjacke, Mütze und Handschuhen laufen. Teilnehmer Stefan Semerias sagte dem Fernsehsender N24, dass auf einem Zettel an der Startnummernausgabe auf das Wetter hingewiesen worden sei. Als letzter Satz und doppelt unterstrichen habe dort "Zieht euch warm an" gestanden.
Sechs Läufer kamen völlig erschöpft und mit schweren Unterkühlungen auf die Intensivstation des Klinikums Garmisch-Partenkirchen. "Ihre Körpertemperatur lag zum Teil zwischen 30 und 32 Grad Celsius", sagte der behandelnde Chefarzt Johann Meierhofer SPIEGEL ONLINE.
Mehr als 30 weitere entkräftete, in Aludecken gehüllte Sportler wurden in Krankenhäuser in Murnau und Mittenwald gebracht. Insgesamt waren 94 Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes und der Bergwacht im Einsatz.
"Es war der größte Einsatz auf der Zugspitze seit der Jahrhundertlawine 1965", sagte Peter Huber, Chef der bayerischen Zugspitzbahn, SPIEGEL ONLINE.
jjc/ddp/AP/dpa
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[QUOTE=GM64;2503904]Wesentlich ist doch die Frage warum will jemand überhaupt so einen Sport machen? Warum muss einer sich so schinden? Ein vernünftiger Mensch macht das nicht. ... Ich soll nicht vernünftig sein?? Ich [...] mehr...
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zwischen diesem Text /www.spiegel.de/spiegel/0,1518,578430,00.html und dem Forumsbeitrag ist nicht sehr schlüssig. Freeclimbing ist nicht Extremsport, zumal in diesem Text von Wettbewerben auf Kletterwänden oder in -hallen die [...] mehr...
sorry, aber wer sich vorsätzlich in solche extremen bedingungen stürzt, hat selber schuld. kein mitleid, absolut null. mehr...
Genau so muss es sein. Respekt für Ihren Abbruch. Ich kann nachvollziehen, dass man ankommen will. Aber nicht um jeden Preis. Es gab wohl einige, die sich verschätzten. Individuell, ganz persönlich. Dumm gelaufen. Aber [...] mehr...
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