Am plötzlichen Säuglingstod (plötzlicher Kindstod) starben 1998 in Deutschland 602 Kinder. Der Tod tritt bei den Säuglingen im Schlaf ein; aber nicht nur nachts, sondern auch beim Mittagsschlaf oder beim Spaziergang mit dem Kinderwagen. Die Babys sind nicht älter als ein Jahr. Besonders häufig trifft es Säuglinge zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat. Im Winter häufen sich die Fälle. Inzwischen gibt es viele Theorien über die Todesursache - eine beweisbare Erklärung des Phänomens aber nicht.
Einige Risikofaktoren sind jedoch bekannt: Babys sollten nicht auf dem Bauch schlafen gelegt und - vor allem in den kalten Monaten wichtig - nicht zu warm angezogen werden. Das Risiko ist erhöht, wenn die Mütter in der Schwangerschaft geraucht haben oder den Nachwuchs nicht stillen. Auch Rauchen in der Umgebung des Babys ist gefährlich. Die Eltern sollten Überwärmung durch zu warme Bettausstattung, überheizte Räume und schlechtgelüftete Autos vermeiden und das Baby so ins Bett legen, dass es nicht unter die Decke rutschen kann. Beim Zusammentreffen mehrerer Faktoren erhöht sich das Risiko um das bis zu Zehnfache. Der Tod ist bei Jungen und Zweitgeborenen etwas häufiger.
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