Athen - Der unter panamaischer Flagge fahrende Tanker "Friendship Gas" lag am Donnerstag zur Reparatur in den Perama Docks der griechischen Hafenstadt Piräus, als sich die heftige Explosion ereignete. Wie das Handelsmarine-Ministerium am Freitag mitteilte, soll ein Schweißunfall die Detonation ausgelöst haben.
Unter den insgesamt acht Toten befindet sich ein philippinisches Besatzungsmitglied. Drei Menschen gelten der zuständigen Gewerkschaft zufolge noch als vermisst. Vier weitere wurden mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
Rettungsmannschaften konnten bis Freitagmittag (Ortszeit) wegen starker Rauchbildung und hoher Temperaturen unter Deck in mühsamer Arbeit nach und nach acht Leichen bergen, berichtete der staatliche griechische Rundfunk. Die Gefahr einer größeren Explosion habe nicht bestanden, da der Tanker leer war, hieß es.
Unterdessen traten die Mitglieder der Gewerkschaft der Hafenarbeiter von Piräus in einen dreitägigen Streik. Etwa 200 aufgebrachte Arbeiter hatten versucht, den Minister für Handelsschifffahrt, Giorgos Voulgarakis, zu treffen. Als ihnen ein Treffen verweigert wurde, wollten sie mit Gewalt ins Ministerium im Stadtzentrum von Piräus eindringen und beschädigten dabei den Eingang. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben, wie das Fernsehen zeigte.
Die Gewerkschaft wirft dem Ministerium vor, die Sicherheit in den Häfen des Landes nicht ausreichend zu überwachen. Auf den Tag genau vor einem Jahr waren in Piräus bei einem ähnlichen Unfall zwei Arbeiter ums Leben gekommen.
ala/dpa/AFP
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