Peking - Die Behörden an der ostchinesischen Küste haben Taifun-Alarm gegeben. Während der Wirbelsturm "Sinlaku" am Sonntag über Taiwan hinwegzog und die Insel weitgehend lahmlegte, drohten bis Montag auch in den ostchinesischen Provinzen Fujian und Zhejiang stürmische Winde und sintflutartige Regenfälle, wie chinesische Medien berichteten.
Mehr als 30.000 Fischer wurden in Fujian in die Häfen zurückgerufen. Das Wetteramt in Zhejiang gab Springflut-Warnung für die Küste, da bis zu sechs Meter hohe Wellen drohten. Alle Schulen in Fujian sind für die nächsten beiden Tage geschlossen. Erst vor wenigen Wochen mussten 600.000 Menschen an der Südostküste Chinas vor dem Taifun "Fung-Wong" flüchten.
"Sinlaku" traf am heutigen Sonntag mit heftigen Regenfällen und hohen Windgeschwindigkeiten auf Taiwan. Der Sturm unterbrach den Bahnverkehr, Bergrutsche versperrten Straßen, Flugzeuge konnten nicht starten. Mehr als tausend Menschen im Norden des Landes waren in der Nacht von Samstag auf Sonntag aus ihren tiefliegenden Wohngebieten evakuiert worden - dazu hatte vor allem die Angst vor starken Regenfällen geführt und die Warnung, dass zahlreiche Flüsse über ihre Ufer treten könnten.
Über den Osten Taiwans zog der tropische Sturm dann ab und bewegt sich nun auf China zu. Meteorologen der chinesischen Provinz Zhejiang sagten Windgeschwindigkeiten von bis zu 174 Stundenkilometern voraus - "Sinlaku" ist ein Taifun der zweithöchsten Kategorie. Ausläufer des Wirbelsturms hatten am vergangenen Mittwoch Teile der philippinischen Hauptstadt Manila unter Wasser gesetzt. In Indonesien starben mindestens elf Menschen bei Überschwemmungen und Erdrutschen.
hei/dpa/AP
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