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14.09.2008
 

Taifun-Warnung

170.000 Menschen in China flüchten

Taifun "Sinlaku" wütet in Asien: Nach schweren Verwüstungen in Taiwan bedroht der Sturm jetzt die ostchinesische Küste. Die Behörden erwarteten sintflutartige Regenfälle - 170.000 Menschen wurden evakuiert.

Peking - Die Behörden an der ostchinesischen Küste haben Taifun-Alarm gegeben. Während der Wirbelsturm "Sinlaku" am Sonntag über Taiwan hinwegzog und die Insel weitgehend lahmlegte, drohten bis Montag auch in den ostchinesischen Provinzen Fujian und Zhejiang stürmische Winde und sintflutartige Regenfälle, wie chinesische Medien berichteten.

"Sinlaku" in Taiwan: Der Taifun wütete mit hohen Windgeschwindigkeiten und heftigen Regenfällen
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REUTERS

"Sinlaku" in Taiwan: Der Taifun wütete mit hohen Windgeschwindigkeiten und heftigen Regenfällen

Mehr als 30.000 Fischer wurden in Fujian in die Häfen zurückgerufen. Das Wetteramt in Zhejiang gab Springflut-Warnung für die Küste, da bis zu sechs Meter hohe Wellen drohten. Alle Schulen in Fujian sind für die nächsten beiden Tage geschlossen. Erst vor wenigen Wochen mussten 600.000 Menschen an der Südostküste Chinas vor dem Taifun "Fung-Wong" flüchten.

"Sinlaku" traf am heutigen Sonntag mit heftigen Regenfällen und hohen Windgeschwindigkeiten auf Taiwan. Der Sturm unterbrach den Bahnverkehr, Bergrutsche versperrten Straßen, Flugzeuge konnten nicht starten. Mehr als tausend Menschen im Norden des Landes waren in der Nacht von Samstag auf Sonntag aus ihren tiefliegenden Wohngebieten evakuiert worden - dazu hatte vor allem die Angst vor starken Regenfällen geführt und die Warnung, dass zahlreiche Flüsse über ihre Ufer treten könnten.

Über den Osten Taiwans zog der tropische Sturm dann ab und bewegt sich nun auf China zu. Meteorologen der chinesischen Provinz Zhejiang sagten Windgeschwindigkeiten von bis zu 174 Stundenkilometern voraus - "Sinlaku" ist ein Taifun der zweithöchsten Kategorie. Ausläufer des Wirbelsturms hatten am vergangenen Mittwoch Teile der philippinischen Hauptstadt Manila unter Wasser gesetzt. In Indonesien starben mindestens elf Menschen bei Überschwemmungen und Erdrutschen.

Orkan, Hurrikan, Zyklon und Taifun

AFP/ NOAA
Orkan, Hurrikan, Zyklon und Taifun sind im Grunde das gleiche Wetterphänomen. Bei allen vieren handelt es sich um Wirbelstürme, die entstehen, wenn sich um ein großes Tiefdruckgebiet ein Sturmfeld bildet. Je nach Stärke und Größe kann es erhebliche Verwüstungen anrichten.

Ein Orkan entsteht, wenn kalte Luft vom Nordpol auf warme Luft aus dem Süden trifft. An der Grenze, der sogenannten Polarfront, ziehen die Luftmassen aneinander vorbei. Dabei können Drehbewegungen entstehen, in deren Zentrum der Luftdruck stark abfällt und Tiefdruckwirbel mit starken Winden ausgelöst werden.

Tropische Wirbelstürme entstehen dagegen über aufgeheizten Wassermassen im Ozean. Die aufsteigende Luft erzeugt einen Unterdruck, der Luft aus der Umgebung ansaugt. Dieser Kamineffekt wird durch das warme Wasser weiter befeuert. Die Luftmassen werden durch die sogenannte Corioliskraft, die aus der Erdrotation entsteht, in Drehung versetzt.

hei/dpa/AP

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