Mittwoch, 10. Februar 2010

Panorama



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16.09.2008
 

Zürcher Geschnetzeltes

Schweizer Wirt will mit Muttermilch kochen

Kuriose Kontroverse in der Schweiz: Ein Gastwirt aus Iberg möchte Gerichte auf den Speiseplan nehmen, die mit Muttermilch zubereitet werden, zum Beispiel "Zürcher Geschnetzeltes". Jetzt wird diskutiert, ob ein Verstoß gegen das Lebensmittelgesetz vorliegt.

Winterthur - Ungewöhnlicher kulinarischer Vorstoß eines Gastwirts aus der Schweiz: Hans Locher vom Restaurant "Storchen" in Iberg bei Winterthur will für seine Gäste Speisen mit Muttermilch zubereiten.

Er plane als Gerichte unter anderem Zürcher Geschnetzeltes und Suppen, sagte Locher. "Wir sind alle damit aufgezogen worden. Weshalb sollte Muttermilch jetzt nicht mehr zu unserem Speiseplan gehören?", sagte der Wirt.

Er selber habe schon im privaten Rahmen damit experimentiert und sehr gute Ergebnisse erzielt. Jetzt will Locher die Muttermilch im Rahmen von mehreren "Aktionswochen" auf die Speisekarte nehmen. Wie der Winterthurer "Landbote" berichtet, sucht der Wirt per Flugblatt "Lieferantinnen". Bislang habe er noch keine Muttermilchspeisen verkauft.

Die Behörden sehen darin allerdings einen Verstoß gegen das Lebensmittelgesetz.

Der Zürcher Kantonschemiker Rolf Etter sagte dazu, der Mensch gehöre nicht zu jenen Säugetieren, deren Produkte man verarbeiten dürfe. Konkret verboten sei dies allerdings auch nicht. "Der Mensch ist als Lieferant einfach nicht vorgesehen", meinte Etter, der das Kochen mit Muttermilch für einen Verstoß gegen das Lebensmittelgesetz hält.

Der "Storchen"-Wirt will sich davon nicht beeindrucken lassen. Man müsse ihm erst einmal beweisen, dass er gesetzeswidrig handele.

pad/dpa

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