Bochum - Inzwischen hat die Polizei ein weiteres Mehrfamilienhaus evakuiert und die Bewohner in einem Gemeindezentrum untergebracht. Dies sei nötig geworden, weil neue Spannungsrisse aufgetreten seien. Der zunächst wieder aufgenommene Verkehr auf der nahe gelegenen S-Bahn-Linie Bochum-Essen musste erneut eingestellt werden.
Am Sonntagmorgen hatte über einer ehemaligen Schachtanlage urplötzlich das Erdreich nachgegeben. Zunächst war eine Garage in einem 40 Meter tiefen Loch verschwunden. Rund 50 Anwohner hatten sofort ihre Häuser verlassen müssen. Rund zehn Bewohner von zwei an das Loch angrenzenden Häusern können nach Angaben von Einsatzleiter Dirk Hagebölling in den nächsten Tagen nicht in ihre Wohnung zurück.
Um den Krater zu stabilisieren, soll er mit rund 5000 bis 8000 Kubikmetern Beton aufgefüllt werden. Die Anwohner wurden von dem Bergschaden völlig überrascht, verletzt wurde aber niemand. Der Feuerwehr sei es noch gelungen, ein am Kraterrand stehendes Auto wegzuziehen. Mit der ersten Garage ist auch ein Cabriolet in der Tiefe verschwunden. Etwa hundert Haushalte sind ohne Strom und Wasser.
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