London - Ein Vertreter des Verbandes der Bestattungsunternehmer bezeichnete die Lage der Geschäftsleute als "unmöglich", wie die "Mail on Sunday" berichtet. Da viele arme Familien die Beerdigung ihrer Angehörigen nicht sofort bezahlen könnten, müssten sie manchmal bis zu zwei Monate auf staatliche Beihilfen warten, schrieb das Blatt. Die Beerdigungsunternehmer könnten sich aber nicht leisten, die Kosten vorzuschießen. Sie müssten "in diesen turbulenten Zeiten einen etwas geschäftsmäßigeren Ansatz wählen", sagte John Weir. Deshalb arbeite man nur noch gegen Vorkasse.
Die "Mail on Sunday" berichtet weiter von einem Unternehmer in Shrewsbury im Westen Englands, der einen 77-jährigen Mann bestatten soll, der am 13. August verstarb. Erst vor wenigen Tagen habe die Familie die finanzielle Zusage von der Regierung bekommen. "Die traurige Geschichte der nicht beerdigten Toten sollte uns klarmachen, dass uns sehr viel Schlimmeres bevorsteht, wenn wir aus dieser Krise nicht herauskommen", kommentierte das Blatt.
Der Zeitung zufolge erhalten jährlich rund 27.000 Briten staatliche Zahlungen, um die Beisetzung ihrer Familienmitglieder zu bezahlen. Insgesamt mache die Unterstützung 58 Millionen Euro aus.
ase/AFP
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