Hamburg - Der milde Herbst wird ganz plötzlich verschwinden: Am Freitag wird innerhalb kürzester Zeit der Winter einziehen, kündigte der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch an. Begleitet wird der Wetterumsturz teilweise von Gewittern und Stürmen. Laut Meteorologen könnte es "das spektakulärste Wetterereignis seit dem Orkan 'Kyrill' im Januar 2007" werden.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes geht es "mit allen meteorologischen Pauken und Trompeten" los: Der Wintereinbruch startet am Freitagmorgen an der Ostseeküste mit Schneeschauern, örtlich kann es auch Graupel, Blitz und Donner geben, der Wind sich bis zu einzelnen schweren Sturmböen steigern. Bis zum Mittag soll die Kaltfront den Nordrand der Mittelgebirge erreichen, wo dann am Nachmittag "so richtig die Post" abgeht, wie es der Deutsche Wetterdienst formuliert.
Innerhalb einer Stunde können aus Regen und nassen Straßen plötzlich Schneesturm und schneebedeckte, vereiste Fahrbahnen werden. Autofahrer sollten im Mittelgebirgsraum ab Mittag ihren Wagen möglichst stehen lassen, warnen die Meteorologen. Bis zum Abend kann in einigen Mittelgebirgslagen bis zu 15 Zentimeter Schnee fallen.
Unbefahrbare Straßen
Am Freitagabend soll es dann auch in Süddeutschland losgehen: Am Alpennordrand kann bis zum Samstagmorgen ein halber Meter Schnee fallen. Da der Wind weiterhin teilweise stürmisch sein soll, muss in den Bergen mit starken Schneeverwehungen gerechnet werden. Einige höher gelegene Straßen könnten am Samstag unbefahrbar sein.
Am Samstag und Sonntag soll es unbeständig und winterlich bleiben: Immer wieder werde es Schneeschauer und örtlich auch kurze Wintergewitter geben, hieß es. An den Nordrändern der Mittelgebirge und der Alpen kann es noch kräftig und länger schneien, etwas freundlicher soll es in einem Streifen von Schleswig-Holstein südostwärts werden: Dank eines "Norwegen-Föns" werde die Luft dort trockener sein. Auch südlich der Mittelgebirge, etwa im Rhein-Main-Gebiet, soll es weniger Schneeschauer geben, so dass sich dort wohl keine Schneedecke bildet.
Die Temperaturen stiegen auch tagsüber nur noch im Westen und Norden auf einige Grad über den Gefrierpunkt, so die Meteorologen. Nachts gibt es überall Frost, teilweise fallen die Temperaturen unter fünf Grad minus.
Auch in der Schweiz erwarten die Meteorologen ab Freitag einen massiven Wintereinbruch. Bis Montag können dort auch im Flachland bis zu 30 Zentimeter Schnee liegen.
jdl/AP/dpa
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