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21.12.2008
 

Schnee und eisige Kälte

Winterchaos legt US-Norden lahm

Bis zu 60 Zentimeter Schnee, eisige Stürme und tausende Haushalte ohne Strom: Kurz vor Weihnachten leiden weite Teile im Norden der USA unter einer großen Kaltfront.

Seattle – Winterchaos im Norden der Vereinigten Staaten: Im Pazifikstaat Washington fielen am Wochenende bis zu 60 Zentimeter Schnee. In Illinois hatten am Sonntag mehr als 14.000 Haushalte keinen Strom, die Menschen saßen bei eisigen Temperaturen im Dunkeln. In Seattle, wo sonst eher selten mit Schnee zu rechnen ist, wurden nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes 10 bis 20 Zentimeter Schnee erwartet.

Der Sturm im Nordwesten war bereits die dritte große Kaltfront in den USA innerhalb von zwei Tagen. Das extreme Wetter beeinträchtigte auch den Reiseverkehr vor den Weihnachtsfeiertagen. Im Nordosten des Landes, wo Anfang der Woche Eisregen zu chaotischen Verhältnissen geführt hatte, mussten die Menschen am Samstag abermals mehrere Zentimeter Schnee schippen.

In New Hampshire, wo seit dem letzten Wintersturm noch 20.000 Haushalte ohne Strom waren, drohten nach Angaben von Gouverneur John Lynch weitere Ausfälle: Im Süden des Staats wurden bis zu 40 Zentimeter Neuschnee erwartet. In Indiana war die Stromversorgung für mehr als 70.000 Kunden nach einem Schneesturm vom Donnerstag noch nicht wiederhergestellt, wie die Energieversorger mitteilten. Im Mittleren Westen galt für Teile von Illinois, Iowa und Minnesota eine Blizzard-Warnung. Im Freien sei die Lage lebensgefährlich, erklärte ein Sprecher des Wetterdienstes in Duluth.

In Chicago wurden am Sonntagmorgen minus 21 Grad Celsius gemessen, der starke Wind ließ die gefühlte Temperatur sogar auf minus 34 Grad sinken. Obdachlose strömten in Notunterkünfte, Sozialarbeiter sahen nach allein lebenden älteren Menschen. In Bismarck in North Dakota fiel nach Angaben von Meteorologen im Dezember bis zum Samstag bereits fast dieselbe Menge Schnee wie im gesamten vergangenen Winter, nämlich 49 Zentimeter.

als/AP

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