Offenbach - Das Tiefdruckgebiet "Cornelia" kommt aus Norden und bringt Frost, Eis und klirrende Kälte: "Auf dem gefrorenen Boden bildet sich rasch eine Schneedecke", sagte Meteorologe Jens Hoffmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Freitag. Hoch "Robinson" bringt Niederschläge, die in den östlichen Bundesländern durchweg als Schnee fallen. Bis zu zehn Zentimeter könnten am Wochenende zusammenkommen.
Danach folgt eisige Kälte: Am Montag verlagert sich das Wolkensystem mit Schneefällen nach Süden, der Himmel klart auf. "Das ist die perfekte Rezeptur für strengen Nachtfrost", sagte Hoffmann. Über der Schneedecke kann das Thermometer dann in der Nacht zum Dienstag bis auf minus 20 Grad rutschen.
Die tiefsten Werte werden nach Erwartungen der Meteorologen im Harz, in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Teilen Sachsens erreicht. Über dem Süden liegen zunächst noch Wolken und lassen die Temperaturen nicht ganz so weit in den Keller sinken.
Ungewöhnlich sind derart tiefe Temperaturen im Januar nicht. "Wir haben Hochwinter", sagte Hoffmann. Vor einem Jahr hatten die Meteorologen noch einen besonders milden Januar registriert. Damals lag die Durchschnittstemperatur um 4,1 Grad über dem langjährigen Mittel, und der Monat ging als sechstwärmster Januar seit Beginn des 20. Jahrhunderts in die Klimageschichte ein.
jdl/dpa
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