San Francisco - So knapp war das Trinkwasser in Kalifornien seit anderthalb Jahrzehnten nicht mehr: Wegen der anhaltenden Dürre hat der Gouverneur des US-Bundesstaates, Arnold Schwarzenegger, jetzt den Notstand verhängt. Er warnte am Freitag vor dramatischen Ernteeinbrüchen und rief seine Mitbürger auf, ihren Wasserverbrauch um ein Fünftel zu senken.
Besorgter Gouverneur: Arnold Schwarzenegger hat die Bewohner Kaliforniens aufgefordert, Wasser zu sparen
Schwarzenegger erwägt sogar Zwangsrationierungen. Kalifornien sehe sich das dritte Jahr in Folge einer Trockenperiode ausgesetzt. "Und wir müssen uns auf das Schlimmste vorbereiten - ein viertes, fünftes oder sogar sechstes Jahr Dürre."
In Kalifornien sind die Niederschläge in den vergangenen drei Jahren weit unter den Normalwerten geblieben. Die Trinkwasservorräte sind so gering wie zuletzt 1992. Im März soll deshalb die Wasserversorgung der Landwirtschaft zeitweise unterbrochen werden. Die Trockenheit hat bereits viele Bauern dazu gezwungen, ihre Felder brachliegen zu lassen. Tausende von Landarbeitern verloren ihre Jobs.
Schwarzenegger warnte, der Landwirtschaft des bevölkerungsreichsten US-Bundesstaates drohten Umsatzeinbußen von mehr als zwei Milliarden Dollar. Das könnte die Wirtschaftslage Kaliforniens noch einmal verschärfen. Bereits jetzt bekommt der hoch verschuldete Bundesstaat die Wirtschaftskrise erheblich zu spüren. So stieg die Arbeitslosigkeit im Januar auf 10,1 Prozent, teilten Behörden mit. Sie liegt damit so hoch wie seit 25 Jahren nicht mehr.
beb/Reuters/AP
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