Hamburg - Vor wenigen Wochen hatte der österreichische Grünen-Nationalratsabgeordnete Karl Öllinger gefordert, die Stellung von Papst Benedikt XVI. in der Debatte um die Piusbruderschaft müsse wegen der umstrittenen Publikation neu bewertet werden.
Papst Benedikt XVI.: Umstrittene Publikation
Der dem SPIEGEL vorliegende Schriftverkehr zwischen dem damaligen "Aula"-Redakteur Gerhoch Reisegger und dem Vatikan belegt das Gegenteil.
Mit Schreiben vom 30. September 1997 gab Ratzinger-Sekretär Clemens grünes Licht für die Publikation eines Ratzinger-Aufsatzes "in der Monatsschrift 'Aula'". Der Text erschien 1998 in dem Sammelband "1848 - Erbe und Auftrag", der von zwei bekannten Rechtsextremisten herausgegeben wurde.
Schon die Nennung des Grazer Verlags hätte im Vatikan Alarm auslösen müssen. Denn nur drei Jahre zuvor hatte dessen Monatszeitschrift "Die Aula" über Österreich hinaus für Schlagzeilen gesorgt. Herausgeber Herwig Nachtmann hatte für den Holocaust-Leugner Walter Lüftl Partei ergriffen.
In seinem Artikel "Naturgesetze gelten für Nazis und Antifaschisten" hatte der "Aula"-Chef Lüftls 1992 erschienenen Report "Holocaust, Glaube und Fakten" als "Meilenstein auf dem Weg zur Wahrheit" gelobt.
Sogar Jörg Haiders FPÖ, als deren Parteiorgan "Die Aula" bis dahin fungiert hatte, distanzierte sich daraufhin von Blatt und Verlag.
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Eigentlich nicht. Vergleichen Sie es mit dem Kanzler und Praesidenten-Amt vereint. Man muss ja auch unterscheiden zwischen Frau Merkel und Bundesregierung. Ihr Handeln und ihre Aussagen muessen auch nicht ihre persoenliche [...] mehr...
jau stimmt, der pabst als grußonkel! *es darf gelacht werden* mehr...
Die Macht des Papstes ist weder theoretisch noch praktisch absolut. Theoretisch nicht, weil absolut ja losgelöst bedeutet, was die päpstliche Herrschaft - es wäre besser von Primat zu sprechen - nicht ist - und weil das [...] mehr...
Ja, so ungefaehr sieht es wohl aus. Gut kein Mitglied der RKK zu sein. mehr...
Dies zu akzeptieren wird den Kirchenmitliedern abverlangt. Was hinter den Mauern des Vatikan vorgeht ist diesbezueglich irrelevant. Der Absolutheitsanspruch betrifft die Kirchenmitglieder ausserhalb ganz konkret. Die muessen [...] mehr...
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