Paris - Die Piraten nahmen nach Angaben des Pariser Verteidigungsministeriums Kurs auf das französische Schiff "Nivose", um es in ihre Gewalt zu bringen. Die Marine jagte daraufhin mit eigenen Booten und einem Hubschrauber die Piraten, die nun an Bord der "Nivose" in Haft seien. In ihren drei Booten seien Waffen und Raketen gefunden worden. Eine Entscheidung der gemeinsamen EU-Einsatzkräfte über den Umgang mit den Seeräubern stehe noch aus.
Der Vorfall ereignete sich rund tausend Kilometer vor der Küste Somalias im Indischen Ozean. In diesen Gewässern und im stark befahrenen Golf von Aden haben die Angriffe schwerbewaffneter somalischer Piraten unlängst deutlich zugenommen. Die Seeräuber haben bereits Millionen Dollar Lösegeld erpresst und halten noch immer Schiffe fest. Darunter ist auch der deutsche Frachter "Hansa Stavanger".
Am Samstag nahm eine französische Marinepatrouille drei somalische Piraten vor den Seychellen fest. Sie wurden der Küstenwache des Inselstaates im Indischen Ozean übergeben.
jdl/Reuters
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