Peking - Die ausgehungerten Männer konnten vier Wochen nach einem Grubenunglück ans Tageslicht geholt werden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, hatten Rettungstrupps am Sonntag letzte Gesteinsbrocken beiseite schaffen können. Erst dann wurden die Kumpel aus ihrem Gefängnis befreit.
Ganz ohne Nahrung schafften es die Männer, 25 Tage unter der Erde Xinqiaos zu überleben. Sie hätten jedoch laut Medienberichten genügend Sauerstoff und Wasser zur Verfügung gehabt. "Sie waren erfahren. Sie versuchten, ihre Energie zu sparen und glaubten fest daran, dass sie gerettet werden", sagte einer der Retter. Um die Männer nach fast vier Wochen im Dunkeln vor dem grellen Licht an der Erdoberfläche zu schützen, bekamen sie schwarze Augengklappen.
Bei dem Unglück in der Provinz Guizhou am 17. Juni waren zwei Arbeiter getötet worden, zwölf Menschen gelten noch immer als vermisst. Gegen den Eigentümer des Xinqiao-Bergwerks wird jetzt ermittelt: Er soll die Behörden erst 13 Stunden nach dem Unfall informiert und damit die Rettung verzögert haben.
Grubenunglücke sind in China keine Seltenheit. Nach offiziellen Angaben sterben dort 3215 Menschen pro Jahr unter Tage.
nad/dpa
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