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22.08.2009
 

Luftgitarren-WM

Keiner rockt so gut wie Gunther

Sylvian Quimene alias Gunter Love: Weltmeister an der Luftgitarre im goldigen OutfitZur Großansicht
AFP

Sylvian Quimene alias Gunter Love: Weltmeister an der Luftgitarre im goldigen Outfit

Es ist alles nur Show - aber die macht irre Spaß: Wer Luftgitarre spielt, muss keine Noten lesen und kein Instrument spielen können. Nur überzeugend muss man sein - und möglichst lächerlich herumzappeln. Jetzt ist der Franzose Gunther Love zum Weltmeister in dieser kuriosen Disziplin gekürt worden.

Hamburg - Gunther Love ist Weltmeister. Im finnischen Oulu wählte ihn eine Jury zum besten Luftgitarristen des Jahres. Der 28-Jährige Pariser, der mit bürgerlichem Namen Sylvain Quimene heißt, hatte sich mit seiner launigen Interpretation des Songs "Animal" der finnischen Band Sweatmaster auf den Siegerthron der Luftgitarren-Weltmeisterschaft gerockt. Die Jury beeindruckte Quimene nicht nur durch seine Solos auf der virtuellen Gitarre, sondern auch durch seine akrobatische Bühnenshow und das hautenge goldfarbene Trikot.

Bei dem Wettbewerb, der am Freitagabend im nordfinnischen Oulu ausgetragen wurde, erreichte er mit 35,1 Punkten den ersten Platz. Damit lag er noch 0,3 Punkte vor dem Weltmeister des vergangenen Jahres, dem US-Amerikaner Craig "Hot Lixx Hoolahan" Billmeier, der sich punktgleich mit seinem Landsmann Andrew "William Ocean" Litz den zweiten Platz teilte. Der deutsche Hoffnungsträger Christian "Heart Buckboard" Sweep landete auf Platz vier mit 34,3 Punkten.

Luftgitarren für eine bessere Welt

Wer bei der Luftgitarren-WM mitmachen will, muss 60 Sekunden lang einen Song seiner Wahl auf einer virtuellen Gitarre spielen. Man muss also so tun als ob einem tatsächlich ein echtes Instrument um den Leib hängen würde. Ob man dabei Rock oder Heavy Metal zum Besten gibt, spielt dabei keine Rolle. Die Jury bewertet die Auftritte nach Kriterien wie der Beherrschung des unsichtbaren Instruments, dem künstlerischen Gesamteindruck und natürlich dem Outfit. In diesem Jahr nahmen Luftgitarristen aus 21 Ländern teil. Es war bereits die 14. Luftgitarren-WM.

Insgesamt waren 21 Wettbewerber in die Endausscheidung des Spektakels gekommen. Sie mussten einen einminütigen Song ihrer Wahl vorstellen. Die zehn Besten von ihnen kamen dann ins Finale und mussten alle denselben, bis zum Schluss geheim gehaltenen, Titel interpretieren. Unter den Finalisten waren auch Musikfans aus den Niederlanden, Neuseeland, Großbritannien, Brasilien, Südafrika und den USA. Nur zwei Frauen schafften es in die Endausscheidung.

Die Luftgitarren-Weltmeisterschaft wird seit 1996 in Oulu ausgetragen. Den Organisatoren zufolge würden "alle Kriege aufhören, der Klimawandel gestoppt und alle schlechten Dinge verschwinden, wenn alle Menschen auf der Erde Luftgitarre spielen würden".

mak/dpa/AFP

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