Mittwoch, 10. Februar 2010

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23.08.2009
 

Schwere Waldbrände

Feuersbrunst erreicht Vororte Athens

Getty Images

Tausende Bewohner ergriffen in der Nacht die Flucht: Die Waldbrände bei Athen haben nun erste Vororte der griechischen Hauptstadt erreicht. Die Behörden evakuierten Wohnhäuser, zwei Kinderkliniken und Campingplätze. Bewohner kämpften eigenhändig mit Wasserschläuchen gegen die Flammen

Athen - Die am Freitag ausgebrochenen Brände wüten inzwischen auf einer Länge von 40 Kilometern im Nordwesten von Athen. Nach Angaben der Feuerwehr fraßen sich die Flammen unkontrolliert durch Pinienwälder und Felder und bewegten sich immer weiter auf die Hauptstadt zu. Starke Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Kilometern pro Stunde fachten die Flammen immer wieder an und erschwerten die Löscharbeiten

Mit dem ersten Tageslicht setzte die griechische Feuerwehr erneut massiv eigene Löschflugzeuge und Hubschrauber ein. Sie kamen jedoch bislang nicht gegen die Flammen an. Nun sollen vier Löschflugzeuge aus Italien und Frankreich helfen, das verheerende Feuer zu stoppen, berichtete das Staatsradio. Die Flugzeuge sollen am Nachmittag eintreffen.

Die Bewohner kämpften eigenhändig mit Wasserschläuchen gegen die Flammen, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.

Bis zu 20 Meter hohe Flammen näherten sich in der Nacht abgelegenen Krankenhäusern in dem Waldgebiet von Penteli, 15 Kilometer nördlich von Athen. Die Kliniken mussten evakuiert werden. Dutzende Häuser wurden vollständig zerstört.

"Die schlimmste Nacht meines Lebens"

Die Feuer wüteten auch in den Bergen nahe der Stadt Marathon. Bürgermeister Spiros Sagaris äußerte beim Fernsehsender ANT1 Befürchtungen, ohne rasche Hilfe der Feuerwehr werde die ganze Stadt niederbrennen. "Es war die schlimmste Nacht meines Lebens", sagte ein Einwohner von Marathon. "Das Feuer umzingelt uns", berichtete der Mann am Sonntagmorgen am Telefon. Der historische Ort liegt 40 Kilometer nordöstlich von Athen.

Wegen der dramatischen Lage war am Samstag für die gesamte Region nördlich der Hauptstadt der Notstand ausgerufen worden. Auch wurden Hilfskräfte aus anderen Regionen Griechenlands in das Notstandsgebiet geschickt. Griechenlands Ministerpräsident Kostas Karamanlis sagte, Feuerwehrleute und Freiwillige führten einen schwierigen Kampf unter extremen Bedingungen.

Wegen der hohen Temperaturen von rund 40 Grad und starken Sommerwinden wird Griechenland immer wieder von schweren Waldbränden heimgesucht. 2007 kamen bei einer Reihe von Waldbränden 77 Menschen ums Leben, Tausende Hektar Wald wurden zerstört.

Auch im Norden Portugals wüteten mehrere Brände, auch in der Nähe der Hauptstadt Lissabon gab es eine Feuersbrunst. Am Samstagabend brachten in Quinta da Paiva mehr als 160 Feuerwehrleute mit 32 Fahrzeugen und vier Löschflugzeugen das größte Feuer unter Kontrolle. Seit Anfang des Jahres wurden in Portugal fast 24.000 Hektar Land durch Brände zerstört - 7000 Hektar mehr als im gesamten vergangenen Jahr.

itz/AFP/dpa/AP

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