Sydney - Scoobys Schicksal hatte tagelang die australische Öffentlichkeit in Atem gehalten: Der achtjährige King-Charles-Spaniel war am Sonntag in eine verwinkelte Felsenhöhle gekrochen und hatte nicht mehr hinausgefunden. Retter orteten den Hund mit einer Teleskopkamera in sechs Metern Tiefe im Fels steckend und legten eine Futterspur aus, um ihn in die Freiheit zu locken. Der verängstigte Scooby rührte sich jedoch nicht vom Fleck.
Feuerwehr und Tierschützer versuchten lange vergeblich, sich einen Weg zu dem Tier zu bahnen. Die Gänge waren für einen Menschen zu eng, Sprengungen hätten die Höhle zum Einsturz bringen können.
Die australische Nation verfolgte die Rettungsbemühungen am Fernsehschirm, die Tierschutzorganisation RSPCA bat um Spenden für die Aktion. Scoobys Herrchen, der zwölfjährige Jack Newton, wartete ängstlich vor der Höhle auf dem Grundstück seiner Eltern in Sweetmans Creek, rund eine Stunde nördlich von Sydney.
Helfer meißelten den Fels um Scooby schließlich so weit ab, dass sie ihm Wasser und Futter durch ein Loch reichen konnten. Bergwerksrettungsspezialisten setzten dann Luftkissen ein, um die Felsbrocken vor Scooby aus dem Weg zu stemmen, ohne den Hund zu verletzen. Am Donnerstagabend bahnte sich das Tier seinen Weg in die Freiheit.
"Wir sind so glücklich - mein Sohn kann es gar nicht fassen", sagte Jacks Mutter Melissa Newton im Fernsehen. Der Junge weinte Freudentränen - die Scooby ihm von den Wangen leckte.
tht/dpa/AFP
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