Wiesbaden - Elch "Knutschi" lebte gefährlich - erst kürzlich hatte ihn ein Veterinär mit einem Betäubungsgewehr K.o. geschossen. Der Bulle war zu nah an die Autobahn geraten, die Polizei hatte um die Sicherheit der Autofahrer gefürchtet - und mit Hilfe eines Tierarztes "Knutschi" aus der Gefahrenzone gebracht.
An diesem Freitag wurde der Elch nun im nordhessischen Reinhardswald in der Nähe von Kassel tot aufgefunden. Warum der große Braune verendet ist, ist noch völlig unklar, teilte das Umweltministerium in Wiesbaden mit. "Wir sind traurig. Der wandernde Elch hat die Menschen in Hessen begeistert", sagte ein Sprecher.
Mitarbeiter des Forstamts haben den Kadaver mittlerweile geborgen. Das Ministerium kündigte eine umfassende Untersuchung der Todesursache an. Erste Ergebnisse würden aber nicht vor Ende kommender Woche erwartet.
Der rund zwei Meter große und 400 Kilogramm schwere Bulle war Mitte September erstmals in Hessen gesichtet worden. Er kam vermutlich aus Osteuropa und war zuvor durch Sachsen und Thüringen gewandert. Das Tier war mit einem GPS-Sender ausgestattet. Das Umweltministerium hatte sogar extra eine Hotline eingerichtet, dort konnten Spaziergänger das Tier melden.
jul/dpa/AFP/ddp
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