Paris - Somalische Piraten haben ein französisches Kriegsschiff vermutlich mit einem Frachter verwechselt. Medienberichten zufolge befand sich die "Somme" rund 460 Kilometer vor der somalischen Küste, als sie in der Nacht zum Mittwoch gegen 1 Uhr Ortszeit attackiert wurde.
Konteradmiral Christophe Prazuck sagte am Mittwoch, Seeräuber in Skiffs, schnellen Motorbooten, hätten mit Kalaschnikow-Gewehren auf das Versorgungsschiff "La Somme" gefeuert, das die französische Flotte mit Treibstoff versorgt.
Die Besatzung der "Somme" habe die Piraten daraufhin verfolgt, berichtete der französische Rundfunk. Nach eineinhalb Stunden sei eines der zwei Piratenboote aufgebracht worden. Fünf Seeräuber hätten sich kampflos ergeben, teilte das Verteidigungsministerium am Mittwoch in Paris mit. Die Männer wurden festgenommen und an Bord des Versorgungsschiffs gebracht, wo sie derzeit vernommen werden. Verletzt wurde bei dem Übergriff niemand.
An Bord des angreifenden Bootes hätten die französischen Militärs weder Waffen, Wasser, noch Lebensmittel gefunden, erklärte Admiral Prazuck. Er sei überzeugt, die Piraten hätten einfach "alles über Bord geworfen".
Die "Somme" ist das französische Kommandoschiff im Indischen Ozean und beherbergt nicht nur den Generalstab der Marine für die Region, sondern auch die Führung der Luft- und Landstreitkräfte. Bei dem Angriff war es gerade auf dem Weg zu Fregatten der europäischen Überwachungsmission Atalanta, um diese mit Nachschub zu versorgen. Frankreich beteiligt sich an der EU-Mission "Operation Atalanta" zur Bekämpfung der Piraterie am Horn von Afrika.
ala/dpa/AFP
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Die Hilflosigkeit, mit der wir dieses Phänomen betrachten, besteht nicht erst mit dem Aufkommen der Piraterie vor Somalia. Die Welt hat zugeschaut, wie Stammesführer in einem von Hunger zerwüteten Land Kriege führen und diese [...] mehr...
am einfachsten wäre es, man würde die Frachter mit Drohnen ausstatten. Dann könnten die Piratenboote noch bevor sie ein Schiff entern, versenkt werden. mehr...
Die Piraten-Gefahr geht von nicht einmal einem halben Dutzend somalischer Häfen aus. Da könnte man ganz leicht vor jeden dieser Häfen eine Fregatte stellen, das wärs doch schon. mehr...
...die somalischen Piraten sollen so gut vernetzt sein, dass sie sogar beim Auslaufen von Schiffen aus dem Hafen von Singapur Richtung Rotes Meer/ Mittelmeer Info erhalten (auch über Geschwindigkeit, Höhe der Bordwand, Ladung [...] mehr...
man kann damit keine Parteipolitik betreiben, das ist alles. mehr...
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