Frankfurt/Main - Endlich wieder Männchen machen: Als offenbar erstem Hund der Welt sind "Paul" in Frankfurt gleich drei künstliche Gelenke eingesetzt worden. Der fünfjährige Golden Retriever habe seit Jahren an Arthrose in der Hüfte und einem Knie gelitten. Er habe nur noch unter Schmerzen über kurze Strecken humpeln können, hieß es am Donnerstag aus der Tierklinik am Stadtwald.
Die Tiermediziner implantierten dem Hund in drei Operationen zunächst zwei künstliche Hüftgelenke und dann auch noch eine Kniegelenksprothese. Gerade diese gibt es bislang nur sehr selten. "Weltweit haben nur etwa 30 Hunde eine Knieprothese", sagte Tierklinik-Leiter Volker Hach.
Die Kombination aus Hüft- und Knieprothese bei "Paul" sei weltweit einzigartig. Die Tierklinik hat dafür neu entwickelte Gelenkimplantate verwendet. Sie kommen ohne Zement aus und verwachsen mit dem Knochen. Das erhöhe die Haltbarkeit und senke die Gefahr von Infektionen, sagte Hach. "Paul" tolle jetzt wieder völlig beschwerdefrei umher und könne sogar Männchen machen.
Nach Angaben des Klinikleiters lebt der Hund bei einem Ehepaar aus Aschaffenburg im bayerischen Unterfranken. Zwischen Operation eins uns zwei lagen drei Monate, mit dem Eingriff am Knie warteten die Ärzte noch einmal vier Monate. "Pauls" Besitzer hätten sich seine Gesundheit 8000 Euro kosten lassen.
get/dpa
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