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23.10.2009
 

Drogenschmuggel

Ermittler spüren U-Boot mit zehn Tonnen Kokain auf

Aus Stahl, Holz und Fiberglas haben sich Drogenschmuggler ihr eigenes U-Boot gezimmert. Damit wollten sie offenbar rund zehn Tonnen Kokain in die USA bringen. In Guatemala war die Reise zu Ende.

Guatemala-Stadt - Erfolg im Kampf gegen Drogenschmuggler: Im Pazifik haben die Behörden des mittelamerikanischen Staates Guatemala und die US-Drogenbehörde DEA ein selbstgebautes U-Boot mit rund zehn Tonnen Kokain aufgespürt. Offiziellen Angaben aus Guatemala zufolge soll dies die größte Drogenlieferung sein, die je in dem Land sichergestellt wurde.

Laut Medienberichten aus Guatemala wurde das U-Boot am Mittwochnachmittag in internationalen Gewässern gestoppt, rund 180 Kilometer vor der Küste des Landes. Drei Kolumbianer und ein Mexikaner seien festgenommen worden. Das Boot werde jetzt in den Hafen Quetzal in Escuintla geschleppt.

Wie der US-Fernsehsender CNN berichtete, kam der Hinweis von kolumbianischen Behörden. Dort soll das Boot auch gebaut worden sein - aus Fiberglas, Stahl und Holz.

US-Beamte gehen davon aus, dass etwa ein Drittel des Kokains, das auf dem Seeweg aus Südamerika in die USA geschmuggelt wird, von solchen Unterwasserfahrzeugen transportiert wird.

In Guatemala nimmt die Zahl der Drogendelikte seit einigen Jahren immer mehr zu. Kartelle aus Mexiko haben sich im südlichen Nachbarland breitgemacht, da der mexikanische Staatschef Felipe Calderon in den drei Jahren seit seinem Amtsantritt mehr als 45.000 Polizisten allein für den Anti-Drogen-Kampf eingesetzt hat.

get/dpa

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