Bad Salzungen - In der Werratalkaserne im thüringischen Bad Salzungen ist ein Bundeswehrangehöriger am Montagmorgen laut Polizei mit seinem Privatwagen nahe der Waffenkammer in eine Menschenmenge gerast. Ersten Angaben zufolge ereignete sich das Unglück um 6.35 Uhr.
Eine genaue Verletztenzahl nannte der Polizeisprecher nicht und verwies auf eine Pressemitteilung der Bundeswehr am Vormittag. Früheren Angaben der Polizei in Bad Salzungen zufolge wurden nach ersten Erkenntnissen sechs Menschen verletzt. Der Radiosender MDR Info und die Online-Ausgabe der "Thüringer Allgemeinen" berichteten dagegen von 13 Verletzten.
Darunter befänden sich mindestens fünf schwer verletzte Soldaten, drei hätten mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser geflogen werden müssen. Die Einsatzkräfte sind mit drei Hubschraubern und etwa zehn Rettungswagen vor Ort.
Der Zeitung zufolge fuhr der PKW nach ersten Erkenntnissen im Morgengrauen in eine Kolonne Soldaten, die sich unweit des Waffenlagers aufhielt.
Die Bundeswehr geht nach Angaben eines Sprechers des Heeresführungskommandos in Koblenz derzeit von einem Unfall aus. Ein Anschlag wird nach ersten Erkenntnissen ausgeschlossen. Die Bundeswehr gehe derzeit davon aus, dass der Fahrer die Menschenmenge übersehen habe, schreibt die "Thüringer Allgemeine".
Ein Bundeswehroffizier kündigte in Bad Salzungen wartenden Journalisten eine Pressekonferenz für den späten Vormittag an.
han/pad/ddp/dpa/AP
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