Paris - Auf dem Nachtflug von Rio de Janeiro nach Paris war am 1. Juni eine Maschine der Air France in den Atlantik gestürzt. Der Airbus vom Typ A330 war in ein Unwetter geraten und hatte zuletzt keinen Kontakt mehr zu den Bodenstationen. Die Ursache und der Ablauf des Unfalls sind unklar. Alle 228 Insassen kamen ums Leben.
Nun hat Air France den Chef für Flugsicherheit entlassen. Außerdem äußerte Konzernchef Pierre-Henri Gourgeon seine "innerste Überzeugung", dass die Piloten nicht an dem Absturz schuld seien. Damit kam der Konzern Forderungen der Pilotengewerkschaften nach, die in dem Streit um die Flugsicherheit mit Streiks gedroht hatten. "Die Piloten haben eine Runde gewonnen", kommentierte die französische Zeitung "Figaro" am Donnerstag.
Nach ersten Erkenntnissen war der Airbus völlig intakt "mit einer starken vertikalen Beschleunigung" auf die Meeresoberfläche aufgeschlagen. Die Maschine sei weder explodiert noch in der Luft zerborsten, hieß es bei der Präsentation der ersten Ermittlungsergebnisse. Das Flugzeug war demnach ohne technische Probleme abgeflogen.
Die Europäische Luftfahrtbehörde EASA kam zu dem Schluss, dass Probleme mit Geschwindigkeitssensoren, den Pitot-Sonden, zumindest ein Faktor der Katastrophe waren und forderte alle Airlines auf, die Tempomesser in zwei Airbus-Modellen auszuwechseln.
Die Familien der tödlich verunglückten Passagiere haben Airbus und eine Reihe anderer Firmen auf Entschädigung verklagt. Der Airbus vom Typ A330 sei fehlerhaft und auf unverhältnismäßige Weise gefährlich gewesen.
siu/dpa
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