Wien - Der Polizeihundeführer aus Niederösterreich wollte nach der Heimkehr vom Nachtdienst seine einjährige Tochter und den Familienhund wie gewohnt begrüßen. Plötzlich fiel das Tier das Mädchen an und verletzte es mit mehreren Bissen schwer am Oberkörper. Die Kleine erlag wenig später in einem Krankenhaus des Bezirks Horn ihren Verletzungen.
Die Eltern hatten ihr Kind selbst ins Krankenhaus gebracht, nachdem es dem Vater mit Hilfe der Großmutter gelungen war, den Hund von der Einjährigen wegzuzerren.
Etwa eine Stunde lang kämpften die Ärzte vergeblich um das Leben des Mädchens. Paul Bratusch-Marrain, ärztlicher Direktor der Klinik sagte dem ORF: "Die Ärzte stehen fassungslos und betroffen vor diesem toten Kind. Alle Maßnahmen, die wir versucht haben, waren aussichtslos."
Polizeisprecher Roland Schersche sagte, der Hund habe das Kind "ohne ersichtlichen Grund und völlig überraschend im eigenen Wohnbereich attackiert." Bis zu dem Unglück sei das Verhalten des Hundes unauffällig gewesen.
Die Familie musste nach dem Vorfall psychologisch betreut werden.
seh/dpa
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