Nairobi - Am Horn von Afrika ist es erneut zu einem Zwischenfall mit somalischen Piraten gekommen - und zum zweiten Mal ist der US-Frachter "Maersk Alabama" ins Visier der Seeräuber geraten. Am frühen Mittwochmorgen griffen sie rund 560 Seemeilen östlich der somalischen Küste an. Diesmal jedoch vergeblich.
Die Piraten schossen mit automatischen Waffen auf das Schiff, doch Wachleute an Bord erwiderten das Feuer und schlugen die Angreifer in die Flucht. "Die Crew konnte den Angriff abwehren, es wurde niemand verletzt", heißt es in einem Statement der EU-Mission Atalanta, die gegen Piraten am Horn von Afrika vorgeht. Man habe ein Aufklärungsflugzeug aus Djibouti für weitere Ermittlungen in die Region entsandt.
Die US-Marine lobte die Mitnahme von Sicherheitsleuten auf dem Schiff: "Das Beispiel zeigt, wie Seekaufleute präventiv agieren können, um Attacken zu verhindern. Und warum wir empfehlen, sich in Risikogebieten an bewährte Methoden zu halten", heißt es in einer Mitteilung.
Bereits am 8. April hatten somalische Piraten den unter US-Flagge und für die dänische Reederei Maersk fahrenden Frachter angegriffen. Damals waren sie nach kurzer Zeit von der Besatzung vertrieben worden, konnten jedoch den Kapitän als Geisel nehmen.
Nachdem ihnen der Treibstoff ausgegangen war, kam es zu einem mehrtägigen Geiseldrama auf See. Schließlich griffen Scharfschützen der US-Marine ein: Sie erschossen drei der vier Piraten und beendeten auf diese Weise die Geiselnahme.
Kapitän laut Angaben von Piraten gestorben
Einen schlechteren Verlauf nimmt anscheinend die Entführung eines Chemie-Tankers vor den Seychellen. Am Mittwoch wurde bekannt, dass der Kapitän des Schiffs an seinen bei der Kaperung erlittenen Schusswunden gestorben ist. Das behauptet ein Pirat, der seinen Namen mit Mohamad angab. Das Schiff soll sich mit der Leiche an Bord auf dem Weg in die somalische Hafenstadt Haradheere befinden. Die auf den Jungferninseln registrierte "Theresa VIII" mit Heimathafen Singapur war nach Angaben des EU-Marineeinsatzes 180 Seemeilen nordwestlich der Seychellen mit 28 nordkoreanischen Besatzungsmitgliedern an Bord entführt worden.
ala/hut/AP/Reuters
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Die Hilflosigkeit, mit der wir dieses Phänomen betrachten, besteht nicht erst mit dem Aufkommen der Piraterie vor Somalia. Die Welt hat zugeschaut, wie Stammesführer in einem von Hunger zerwüteten Land Kriege führen und diese [...] mehr...
am einfachsten wäre es, man würde die Frachter mit Drohnen ausstatten. Dann könnten die Piratenboote noch bevor sie ein Schiff entern, versenkt werden. mehr...
Die Piraten-Gefahr geht von nicht einmal einem halben Dutzend somalischer Häfen aus. Da könnte man ganz leicht vor jeden dieser Häfen eine Fregatte stellen, das wärs doch schon. mehr...
...die somalischen Piraten sollen so gut vernetzt sein, dass sie sogar beim Auslaufen von Schiffen aus dem Hafen von Singapur Richtung Rotes Meer/ Mittelmeer Info erhalten (auch über Geschwindigkeit, Höhe der Bordwand, Ladung [...] mehr...
man kann damit keine Parteipolitik betreiben, das ist alles. mehr...
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