Perugia - Ein Erdbeben der Stärke 4,2 hat am Dienstag im Grenzgebiet von Umbrien und der Toskana Schornsteine zum Einsturz gebracht, viele Häuser beschädigt und Menschen in Panik versetzt. Wegen möglicher stärkerer Schäden wurde das Zentrum von Spina bei Marsciano gesperrt, insgesamt etwa 600 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Das teilte Landwirtschaftsminister Luca Zaia am Abend in Assisi mit.
Ob Menschen verletzt wurden, war zunächst unklar. Das Epizentrum des zuerst auf eine Stärke von 4,4 geschätzten Bebens lag nach den Angaben zwischen Perugia, Deruta und Marsciano. Das Epizentrum befand sich dem das Nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie 9,2 Kilometer unter der Erde.
Während die Überprüfungen in Spina andauerten, kam es am Abend in der Gegend bei Perugia zu einem weiteren Erdstoß der Stärke 2,8. Nach Angaben des Zivilschutzes wurden Schäden oder Verletzte danach nicht gemeldet. "Das Hauptproblem ist nun, die Bevölkerung zu beruhigen", sagte Vincenzo Riommi von der örtlichen Zivilschutzbehörde.
In den südlicher gelegenen Abruzzen hatte ein Beben der Stärke 6,3 am 6. April bei L'Aquila zu massiven Verwüstungen geführt. Etwa 300 Menschen starben, Zehntausende waren monatelang obdachlos.
wit/dpa/AFP
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