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25.12.2009
 

USA

Winterchaos im Mittleren Westen kostet 18 Menschen das Leben

Schneechaos in Omaha, Nebraska: Blizzardgefahr im Mittleren WestenZur Großansicht
AP

Schneechaos in Omaha, Nebraska: Blizzardgefahr im Mittleren Westen

Wetterchaos in vielen Staaten der USA: Wegen eines heftigen Schneesturms liegt in größeren Teilen des Mittleren Westens der Verkehr lahm. Viele Menschen wurden bei Unfällen verletzt, mehrere getötet. An Heiligabend mussten sogar Gottesdienste ausfallen.

Washington - Ein heftiger Schneesturm und eisige Temperaturen haben den mittleren Westen der USA überzogen. Mindestens 18 Menschen kamen in den vergangenen Tagen bei Verkehrsunfällen ums Leben.

Im Staat Oklahoma hatten am Donnerstag mehr als 10.000 Haushalte keinen Strom, Hunderte Reisende saßen an Flughäfen fest oder kamen auf winterlichen Straßen nicht weiter. In Oklahoma City fielen am Donnerstag 36 Zentimeter Schnee. In Montana sanken die Temperaturen auf Minus 34 Grad Celsius.

In etlichen Kirchen musste die Messe am Heiligen Abend ausfallen. "Ich glaube nicht, dass Gott will, dass jemand ums Leben kommt oder sich etwas bricht", sagte Joseph Mirowski von der Griechisch-Orthodoxen Kirche in Mason City in Iowa. Gouverneur Brad Henry rief für Oklahoma den Notstand aus.

In North Dakota, South Dakota, Minnesota, Iowa und Wisconsin rechneten die Meteorologen an den Weihnachtstagen mit Blizzards. Der Gouverneur von Texas versetzte das Militär in Bereitschaft, um gestrandeten Autofahrern zu helfen. In Oklahoma, South Dakota und Texas wurden Autobahnen wegen der gefährlichen Straßenverhältnisse gesperrt.

In Oklahoma wurde außerdem der größte Flughafen komplett geschlossen - etwa 200 Reisende und Mitarbeiter saßen dort fest. Mindestens 70 Flüge wurden gestrichen. Auf dem Flughafen Minneapolis-St. Paul fielen fast 100 Verbindungen aus. Auf den Flughäfen Chicago O'Hare und Hobby in Houston gab es stundenlange Verspätungen.

Neuer Schneerekord in Oklahoma City

Der Schneefall in Oklahoma City war mit 36 Zentimetern so stark wie seit dem Jahr 1914 nicht - der Rekord lag damals bei sechs Zentimetern. In Dallas-Fort Worth gab es dem "Star-Telegram" zufolge das erste weiße Weihnachten seit mehr als 80 Jahren.

In Texas trieben Böen von 100 Kilometern pro Stunde bis zu 1,5 Meter hohe Schneewehen zusammen. In Kansas wurden Windböen von 80 Kilometern pro Stunde gemessen. Schon am Mittwoch hatte es im Nordwesten des Staates zu schneien begonnen, gefrierender Regen verwandelte Straßen in Rutschbahnen.

Die Schneefront breitete sich später weiter nach Osten aus. Der Meteorologe Scott Whitmore vom Nationalen Wetterdienst in Topeka sprach von einem auch für die Gegend ungewöhnlich schweren Wintersturm.

Die größten Schneemengen wurden an den Feiertagen im Osten des Staates Nebraska bis zum Oberen Mississippital erwartet.

plö/APD

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