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27.12.2009
 

Mieses Feiertagswetter

Silvester wird nass und ungemütlich

Nach nassen Weihnachtstagen droht nun auch noch ein nasses Silvester-Fest. In den kommenden Tagen bringt Großtief "Angelos" Sturm, Schnee, Regen und Glatteis nach Deutschland. In Griechenland herrscht dagegen Frühlingswetter mit bis zu 27 Grad.


Frankfurt/Main - Auf das meist schmuddelige Weihnachtswetter folgen in den kommenden Tagen vielerorts kräftige Regen- und Schneefälle. Dabei wird es zunächst vor allem im Süden nass, wie der Deutsche Wetterdienst am Sonntag vorhersagte. Nur der Norden Schleswig-Holsteins und der Südosten Deutschlands haben gute Chancen auf eine halbwegs trockene Silvesternacht.

Laut Vorhersage bringt das Großtief "Angelos" bereits von Dienstag an mieses Wetter mit Sturmböen, starkem Dauerregen oder Schneefall. Die Temperaturen liegen zum Jahresende recht weit auseinander: Zwischen minus fünf Grad in den Bergen und plus neun Grad am Rhein ist alles möglich. Dabei wird es teilweise wieder extrem glatt. Bereits am Weihnachtswochenende kam es auf teils spiegelglatten Straßen zu zahlreichen Unfällen mit etlichen Toten.

Am Donnerstag erreiche laut dem Wetterdienst die vom Atlantik heranziehende kalte Luft auch die Küste und mache dort Schneefall wahrscheinlich. Im Süden hingegen soll es an Silvester nur in höheren Lagen frieren.

Frühling in Griechenland, St. Petersburg im Jahrhundertwinter

In Italien und Österreich starben nach Lawinenabgängen infolge starker Regenfälle auch in höheren Lagen neun Menschen, darunter drei Deutsche. In Südeuropa schlägt das Wetter derzeit Kapriolen. Stürme und heftige Regenfälle verdarben vielen Urlaubern in Spanien die Weihnachtsferien.

Am Sonntag flauten die Unwetter jedoch ab, und es wurde im ganzen Land merklich kälter. In der südspanischen Provinz Cádiz hatten an den Feiertagen zwei Tornados erhebliche Schäden verursacht. Die Wirbelstürme entwurzelten Bäume, deckten Dächer ab, drückten Fensterscheiben ein und rissen Mauern und Werbetafeln um.

Auf den Kanaren waren die Flughäfen der Inseln La Palma, La Gomera und El Hierro wegen Regen und Sturms zeitweise geschlossen worden. Auf La Palma hatten etwa 50 Menschen aus ihren Wohnungen in Sicherheit gebracht werden müssen, weil die Häuser von Schlammlawinen bedroht wurden.

In Russland gingen in St. Petersburg Schneefälle wie seit 130 Jahren nicht mehr nieder. Die Gouverneurin sagte, die Stadt befinde sich am Rande des Kollapses. In Moskau herrschten dagegen fünf Grad plus. In Südosteuropa erwachte der Frühling.

In Griechenland gab es über die Weihnachtstage warmes Frühlingswetter mit Werten bis zu 27 Grad Celsius. Auch in Bulgarien war es nach Weihnachten mild mit Temperaturen bis zu 15 Grad. Statt Schnee gab es fast im ganzen Land Regen.

alb/dpa/ADP

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