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29.12.2009
 

Horn von Afrika

Piraten entführen Tanker und Frachter

Britischer Tanker "St. James Park": In der Hand von PiratenZur Großansicht
dpa/ Derek Lilley

Britischer Tanker "St. James Park": In der Hand von Piraten

Somalische Seeräuber haben wieder zugeschlagen: Mit Schnellboten kaperten sie vor der ostafrikanischen Küste einen britischen Tanker und einen griechischen Frachter. Insgesamt fielen 45 Besatzungsmitglieder in die Hände der Piraten.

London - Die Piraten vor der somalischen Küste haben ihre Aktivitäten nach Wochen relativer Ruhe wieder verstärkt: Am Montag und Dienstag wurden ein britischer Chemietanker und ein griechischer Frachter gekapert. Behördenmitteilungen aus London und Piräus zufolge befinden sich an Bord der beiden Schiffe insgesamt 45 Besatzungsmitglieder.

Die Crew des britischen Tankers "St. James Park" besteht überwiegend aus Osteuropäern und Indern, britische Staatsbürger sollen nicht an Bord gewesen sein. In einer Mitteilung der EU-Mission Atalanta heißt es, der Tanker befinde sich nach dem Überfall vom Montagnachmittag nun auf Kurs Richtung somalische Küste.

Der griechische Frachter "Navios Apollon" geriet am Dienstag in die Fänge der Piraten. Das unter der Flagge Panamas fahrende Schiff wurde rund 240 Seemeilen von den Seychellen entfernt von rund zehn Seeräubern in zwei Schnellbooten überfallen. An Bord des Frachters, der mit Düngemitteln auf der Fahrt nach Indien war, befinden sich 19 Seeleute.

Bereits am Montagabend war bekanntgeworden, dass somalische Seeräuber im Golf von Aden auch einen Frachter aus dem Jemen mit 16 Crewmitgliedern entführt hatten. Über die Fracht des Schiffes, das bereits seit eineinhalb Wochen in der Gewalt von Piraten ist, machte das jemenitische Innenministerium keine Angaben.

In den beiden vergangenen Tagen hatten Piraten zwei entführte Schiffe mit insgesamt 46 Besatzungsmitgliedern freigegeben: Zunächst den chinesischen Frachter "De Xin Hai", dann den unter der Flagge Singapurs fahrenden Frachter "Kota Wajar". Die Seeräuber behaupteten, für die "Kota Wajar" ein Lösegeld von vier Millionen Dollar erhalten zu haben. Offizielle Stellungnahmen gibt es dazu nicht.

hut/dpa

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