Washington - Sieben Monate nach den tödlichen Schüssen im Holocaust-Museum in Washington ist der mutmaßliche Täter in einem Gefängniskrankenhaus im US-Staat North Carolina im Alter von 89 Jahren gestorben. Das teilten sowohl ein Regierungsbeamter als auch der Anwalt des Mannes am Mittwoch mit.
James von Brunn hatte am 10. Juni 2009 in dem Museum, das nur 500 Meter vom Weißen Haus entfernt liegt, plötzlich das Feuer auf die zahlreichen Besucher eröffnet. Ein 39 Jahre alter Wachmann starb. Von Brunn selbst wurde von Sicherheitskräften angeschossen und schwer verletzt.
Sein Prozess war nicht abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm bei einer Anhörung im September Mord vorgeworfen. Der Mann war für seine Verbindungen zu rechtsradikalen und rassistischen Gruppen bekannt. In seinem Internettagebuch hatte er die USA als "Rassenmülleimer der Dritten Welt" bezeichnet.
Zur Todesursache machte der Gewährsmann, der anonym bleiben wollte, keine Angaben. Gefängnismitarbeiter hatte früher erklärt, chronische gesundheitliche Probleme erschwerten eine psychiatrische Begutachtung des mutmaßlichen Täters. Nach Angaben der Gefängnisleitung litt er an einer Reihe von Krankheiten - unter anderem an einem schweren Herzproblem.
wit/AP/AFP/dpa
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Panorama | Twitter | RSS |
| alles zum Thema USA | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH