New York - Es klingt nach einer Szene aus einem Hollywood-Film: Ein Mann, der eine Frau zum Abschied noch einmal küssen will, schlüpft unter einem Absperrband am Flughafen hindurch und eilt seiner Liebsten nach. Dies ist am vergangenen Sonntag auf dem US-Flughafen Newark passiert - mit weitreichenden Konsequenzen. Da der Mann unbefugt in die Sicherheitszone gelangte, wurde Alarm ausgelöst und der Flughafen für sechs Stunden gesperrt - erst jetzt wurde der harmlose Hintergrund bekannt.
Auf dem nun veröffentlichten Videomaterial ist zu sehen, wie ein Sicherheitsbeamter seinen Posten am Terminal verlässt. Danach schlüpft ein Mann unter dem Absperrband hindurch, geht zu einer Frau, die neben dem Kontrollpunkt steht, küsst sie - und schreitet dann Hand in Hand mit ihr in den Sicherheitsbereich.
Die Turtelei hatte beträchtliche Folgen: Am Sonntag ging an dem Flughafen stundenlang nichts mehr. Alle wartenden Passagiere, die ihre Flugzeuge besteigen wollten, wurden erneut kontrolliert. Die Flugabfertigung am Terminal C in Newark verzögerte sich stundenlang.
Die Flugsicherheitsbehörde hatte zuvor verschärfte Sicherheitsmaßnahmen angeordnet und damit auf den vereitelten Anschlag auf eine US-Passagiermaschine beim Landeanflug auf Detroit an Weihnachten reagiert.
Probleme bei der Videoüberwachung
Der Zwischenfall in Newark offenbarte indes eine zweite Panne: Am vergangenen Wochenende funktionierten die Überwachungskameras am Flughafen nicht richtig. Die Flugsicherheitsbehörde TSA musste die Bilder von der US-Fluglinie Continental Airlines anfordern, um nachzuvollziehen, ob wirklich ein Passagier unkontrolliert in den Sicherheitsbereich hatte vordringen können.
Das Video, das keinen Ton enthält, zeigt außerdem, wie der Sicherheitsbeamte vor dem Verlassen seines Postens den Mann offenbar auffordert, sich vom Absperrband zu entfernen. Der Bereich trennte ankommende Passagiere von dem Abflugbereich. Der unaufmerksame Sicherheitsbeamte wurde vorübergehend vom Dienst suspendiert.
Obama will Kontrollen verbessern
"Es ist nicht hinnehmbar, das die Flughafensicherheitsbehörde so lange gebraucht hat, um dieses Video zu produzieren. Aber durch die Veröffentlichung haben wir die Möglichkeit, dieser großen Sicherheitspanne auf den Grund zu gehen", sagte Senator Lautenberg.
US-Präsident Barack Obama hat eine Mitverantwortung für die Versäumnisse an US-Flughäfen eingeräumt und strengere Sicherheitsvorkehrungen angeordnet. "Wenn das System versagt, ist das meine Verantwortung", sagte er am Donnerstag nachdem er zwei Prüfberichte zu dem Anschlagsversuch an Weihnachten erhalten hatte. Als Präsident habe er die Pflicht, "unsere Nation und unser Volk zu schützen".
Obama kündigte Schritte an, die eine Wiederholung derartiger Pannen verhindern sollen. Dabei will der Präsident eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem Ausland insbesondere bei der Verbesserung der Kontrollmaßnahmen an den Flughäfen, so auch beim Screening, dem Durchleuchten an den Sicherheitssperren. Heimatschutzministerin Janet Napolitano will noch in diesem Monat mit ihren europäischen Amtskollegen darüber sprechen. Nach Angaben der Zeitung "El Pais" soll das Treffen vom 20. bis 22. Januar im spanischen Toledo stattfinden. Spanien führt derzeit die EU-Präsidentschaft.
han/AP/dpa/reuters
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30 Jahre kriegt der allemal. Und noch 16 Stunden Pranger mit großem Pappschild. "I crossed the line". mehr...
Vollkommmen klar. Dann das hier: http://www.shortnews.de/start.cfm?id=807883 43igjähriger ruft: "Ich bringe alle Juden um." und sorgt für Startabbruch. Das Phänomän braucht noch einen Namen. Irgendwas in [...] mehr...
Das erinnert mich auch so langsam an die alten Filme "die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug/Raumschiff". Wer hätte den prophetischen Charakter von Scherzfilmen erahnen können? mehr...
in ihren Tagträumen kommen immer noch die Zeiten vor, als es auf den lokalen Flughäfen zuging, wie auf einem Busbahnhof - jeder schlendert einfach zu dem Gate, wo sein Flieger steht, löst einen Fahrschein oder zeigt die [...] mehr...
Zustimmung, allerdings: Paranoia und dümmliche Hysterie sind kein Monopol der Amis. Mindestens in Sachen Sturheit brauchen deutsche Beamte keinen Vergleich zu scheuen, dafür muß man nicht einmal in die 70er Jahre bei uns [...] mehr...
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